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Heidefeld war sieben seiner bisher elfjährigen Profi-Karriere bei Sauber unter Vertrag © getty

Positions-Tausch möglich: Der Gladbacher könnte zurück zu Sauber, de la Rosa dafür zu Pirelli. Sein Rennstall mauert aber noch.

München - Nick Heidfeld steht offenbar unmittelbar vor der Rückkehr in ein Formel-1-Stammcockpit - und das bei seinem früheren Team Sauber.

Laut verschiedenener Medienberichte soll der Mönchengladbacher schon beim nächsten Rennen am 26. September in Singapur den 39 Jahre alten Spanier Pedro de la Rosa ersetzen. (DATENCENTER: Der WM-Stand)

Heidfeld war erst vor einigen Wochen von Mercedes von seinem Posten als Ersatzfahrer freigestellt worden, um Reifenhersteller Pirelli bei der Entwicklung der Reifen für die kommende Saison zu unterstützen.

Nun könnte es zu einem Tauschgeschäft kommen: Kehrt der Deutsche zurück ins Sauber-Cockpit, könnte de la Rosa seinen Platz beim italienischen Reifenhersteller übernehmen.

Keine Bestätigung von Sauber

Der Katalane hat viel Erfahrung und war schon von 2006 bis 2009 Testfahrer bei McLaren.

Teamchef Peter Sauber hielt sich zunächst noch bedeckt. "Ich möchte zum Thema Fahrer nichts sagen", zitiert "Motorsport-total.com" den Schweizer.

Heidfelds Manager Andre Theuerzeit wollte den Deal ebenfalls nicht bestätigen.

"Das Einzige, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich nichts dazu sagen kann", sagte er "Motorsport-Magazin.com". (Vorteil Heidfeld? "Quick Nick" testet fürs Comeback)

Die Schweizer Boulevard-Zeitung "Blick" verkündete Heidfelds Rückkehr dagegen schon als perfekt.

De la Rosa offenbar geknickt

Nach dem Italien-Grand-Prix, den de la Rosa als 14. beendete, war der Spanier zu einer dringenden Besprechung mit Peter Sauber und Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn gebeten worden. (DATENCENTER: Das Rennergebnis von Monza)

Wie die "Nueva Espana" berichtet, habe de la Rosa das Fahrerlager in Monza 15 Minuten später mit "mürrischem Gesichtsausdruck" verlassen.

Zu selben Zeit soll der Deutsche im Mercedes-Motorhome gewesen sein.

Nach Informationenen von "auto, motor und sport" sollte Heidfeld de la Rosa schon in Silverstone ersetzten. Mit einer guten Leistung beim Europa GP konnte der Spanier dies aber noch verhindern.

Nur die Zustimmung fehlt noch

Heidfeld benötigt vermutlich die Zustimmung des Rennstalls, wenn er noch in dieser Saison zu einem anderen Team wechseln möchte.

Der 33 Jahre alte Mönchengladbacher fuhr bereits zwischen 2001 und 2003 für den Sauber-Rennstall und kehrte dann nach der Übernahme des Teams durch BMW 2006 nach Hinwil zurück.

Mit den Testfahrten für die Italiener, die er in dieser Woche wohl noch fortsetzen soll, wollte er nicht nur die seit Jahresbeginn vermisste Fahrpraxis zurückerlangen.

Die Kenntnisse über die neuen Reifen sollten ihn auch zu einem begehrten Mann auf dem Transfermarkt machen.

Kobayashis Vertrag verlängert

Nach dem Ausstieg der Münchner zum Ende der vorigen Saison setzte Sauber allerdings auf de la Rosa und auf den Japaner Kamui Kobayashi, dessen Vertrag in der vorigen Woche für 2011 verlängert wurde.

Heidfeld hatte sich Hoffnungen auf einen Platz im Mercedes-Werksteam gemacht. Nach der Rückkehr von Michael Schumacher kam er dort aber nur als Ersatzfahrer unter.

Sauber hatte sich neben Kobayashi für de la Rosa entschieden, weil er frisches Blut ins Team bringen wollte.

Während der Japaner aber in dieser Saison schon insgesamt 21 Punkte holte, steht für de la Rosa, der vor dem Engagement bei Sauber lange Jahre Testfahrer bei McLaren-Mercedes war, nur ein siebter Platz in Ungarn zu Buche.

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