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Nick Heidfeld startete seine Formel-1-Karriere im Jahr 2000 bei Prost-Peugeot © getty

Der Job als Reifentester bei Pirelli ist schon wieder Geschichte: Nick Heidfeld startet bereits beim nächsten Rennen in Singapur.

Monza - Nick Heidfeld kehrt in die Formel-1-Weltmeisterschaft zurück.

Der 33-Jährige aus Mönchengladbach ersetzt bei seinem früheren Team Sauber in den verbleibenden fünf Saisonrennen den Spanier Pedro de la Rosa. Das bestätigte der Rennstall am Dienstag.

Das nächste Rennen findet am 26. September in Singapur statt.

Heidfeld war erst vor einigen Wochen von Mercedes von seinem Posten als Ersatzfahrer freigestellt worden, um Reifenhersteller Pirelli bei der Entwicklung der Reifen für die kommende Saison zu unterstützen.

"Ich freue mich wahnsinnig darauf, ab dem Grossen Preis von Singapur mit einem guten Auto wieder ins Formel-1-Renngeschehen eingreifen zu können", sagte Heidfeld: "Nach den letzten Monaten bin ich so motiviert wie nie."

Teamchef Peter Sauber erklärte: "Für mich als Teamchef war es hart, diese Entscheidung zu treffen, und ich möchte mich bei Pedro für die professionelle Zusammenarbeit bedanken. In Nick haben wir nun einen Piloten engagiert, den wir sehr gut kennen und der uns helfen wird, das Wettbewerbspotenzial unseres Autos weiter zu bewerten."

Routinier ohne Sieg

Heidfeld absolvierte in seiner Karriere bislang 168 Rennen und gilt als schneller und zuverlässiger Top-Pilot, auch wenn er noch keinen GP-Sieg auf dem Konto hat (Vorteil Heidfeld? "Quick Nick" testet fürs Comeback).

Insgesamt achtmal wurde er Zweiter, zuletzt in Malaysia 2009. Für den Sauber-Rennstall fuhr "Quick Nick" bereits zwischen 2001 und 2003, nach der Übernahme des Teams durch BMW kehrte er 2006 nach Hinwil zurück.

Kobayashi verlängert

Nach dem Ausstieg der Münchner zum Ende der vorigen Saison setzte Sauber dann allerdings auf de la Rosa und den Japaner Kamui Kobayashi, dessen Vertrag in der vorigen Woche für 2011 verlängert wurde.

Heidfeld hatte sich Hoffnungen auf einen Platz im Mercedes-Werksteam gemacht, nach der Rückkehr von Michael Schumacher kam er dort zumindest als Ersatzfahrer unter.

De la Rosa überrascht

Sauber hatte sich neben Kobayashi für de la Rosa entschieden, weil er frisches Blut ins Team bringen wollte.

Während der Japaner aber in dieser Saison schon insgesamt 21 Punkte holte, steht für de la Rosa, der vor dem Engagement bei Sauber lange Jahre Testfahrer bei McLaren-Mercedes war, nur ein siebter Platz in Ungarn zu Buche.

De la Rosa reagierte überrascht auf die aktuelle Entwicklung: "Ich respektiere die Entscheidung aber und wünsche allen Beteiligten für den Rest der Saison viel Glück. Ich habe nach wie vor die Absicht, auch 2011 in der Formel 1 zu fahren."

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