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Nick Heidfeld holte in 167 Formel-1-Rennen zwölf Podestplätze © getty

"Quick Nick" kehrt mit Sauber zurück - was 2011 kommt, ist jedoch offen. Womöglich muss er für den Ferrari-Piloten weichen.

Von Martin Hoffmann

München - "Quick Nick" brennt auf sein Comeback auf der Formel-1-Piste.

"Ich kann es kaum noch erwarten, wieder Rennen zu fahren", erklärt Nick Heidfeld vor seinem ersten Einsatz für Sauber beim Grand Prix in Singapur.

Die Rückkehr zum Schweizer Team ist für den 33-Jährigen fast so etwas wie die Heimkehr in den Schoß der Familie: "Diese Vertrautheit ist schon etwas Besonderes, das ist wie nach Hause kommen. Es gibt viele gute gemeinsame Erinnerungen aus sieben Jahren Zusammenarbeit."

Noch allerdings ist die Frage offen, ob die familiäre Zusammenführung von Dauer ist.

"Komplett offen"

Vorerst ist Heidfeld nur für die letzten fünf Rennen dieses Jahres als Ersatz für den Spanier Pedro de la Rosa verpflichtet. Was 2011 sein wird, halten sich beide Seiten offen.

"Zur Fahrersituation für das nächste Jahr möchte ich mich nicht äußern, bei uns ist das komplett offen", sagt Peter Sauber: "Wir konzentrieren uns jetzt auf die Zusammenarbeit mit Nick."

Auch Heidfeld selbst betont: "Für das nächste Jahr ist auf beiden Seiten noch alles offen, und es gibt noch andere Interessenten."

Geheimplan mit Massa?

Ein Cockpit für 2011 hat Sauber schon vergeben: Kamui Kobayashi hat kürzlich um eine weitere Saison verlängert.

Um das andere ist nun ein recht spektakuläres Gerücht aufgetaucht: Dass es Felipe Massa zufallen könnte.

Das Magazin "Motorsport Aktuell" spekuliert, dass Ferrari den Brasilianer loswerden und ihn womöglich bei dessen Ex-Team Sauber parken will - und dass dies im Stillen gar auch schon vereinbart sein könnte.

Weiter Interesse an Kubica

Hintergrund ist das angeblich noch immer nicht verklungene Interesse an Robert Kubica - obwohl der Pole erst im Juli bis 2012 bei Renault verlängert hat.

Auch Massa hatte sich erst im Juni für zwei weitere Jahre an Ferrari gebunden. Es heißt aber, dass sein Rennstall ihn mitsamt des Vertrags an das mit Ferrari verbundene Sauber-Team verschiffen könnte.

[kaltura id="0_krh2pgov" class="full_size" title="Heidfeld im SPORT1 Interview"]

Ferrari könnte Massa bei Sauber weiter bezahlen und würde so nicht vertragsbrüchig - und Sauber hätte damit einen etablierten Nummer-eins-Fahrer zum Nulltarif.

Fraglich ist nur, ob Ferrari das wirklich tun würde - zumal es auch teuer würde, Kubica aus dem Deal mit Renault herauszukaufen.

Heidfeld sieht sich gerüstet

Was immer an den Gerüchten dran ist: Es ist an Heidfeld, bei Sauber mit Leistung zu überzeugen, um so seine Verhandlungsposition für ein festes Cockpit im kommenden Jahr zu verbessern.

Er sieht sich dafür aber gerüstet - auch und gerade durch seinen Übergangsjob als Reifentester für Pirelli.

"Gerade der Test in Jerez, wo es 37 Grad heiß war, war eine gute Vorbereitung für Singapur", meint Heidfeld: "Ich denke schon, dass mir das bei Verhandlungen für 2011 helfen wird."

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