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Eddie Irvine (r.) war bei Jordan, Ferrari und Jaguar als Fahrer unter Vertrag © getty

Der Brite kritisiert das Comeback seines ehemaligen Mitstreiters. Die Fähigkeit, ein Auto zu entwickeln, spricht er Schumi ab.

Von Olaf Mehlhose

München - Freunde waren sie nie.

Eddie Irvine und Michael Schumacher fuhren zwischen 1996 und 1999 zusammen für Ferrari. Doch schon damals pflegten sie ein rein professionelles Verhältnis (241414DIASHOW: Schumachers Teamkollegen).

Während Schumacher die klare Nummer eins im Team war, war Irvine dafür verantwortlich dem Deutschen auf der Strecke den Rücken freizuhalten, weshalb er zu zweifelhaftem Ruhm als Schumis "Bodyguard" kam.

Obwohl Irvine die Überlegenheit des siebenmaligen Weltmeisters akzeptierte, ließ er selten eine Gelegenheit aus, sich abfällig über Schumacher zu äußern (DATENCENTER: WM-Stand) .

Zu wenig Speed

Auch elf Jahre nach ihrer Zeit bei Ferrari scheint die Wut über seinen ehemaligen Teamgefährten noch lange nicht verraucht.

Zumindest ließ der 44-jährige Nordire kein gutes Haar an Schumis Rückkehr in die Formel 1. Das größte Problem des Mercedes-Piloten sei es, einfach nicht mehr schnell genug zu sein.

"Auf dem Papier war es eine gute Idee zurückzukommen", sagte der Vizeweltmeister von 1999 in der "Gazetta dello Sport": "Aber er hatte schon 2006 ein wenig Geschwindigkeit verloren, als Massa einige Male vor ihm lag. Jetzt ist der Abstand noch größer geworden."

"Das Auto war Müll"

"Das Resultat ist eine Katastrophe", lästerte Irvine und fügte hinzu, Schumi solle aufhören, nach Entschuldigungen für seine mäßigen Leistungen zu suchen, selbst Teamkollege Nico Rosberg sei schneller.

"Es sind neue Leute und ein neues Team, aber in seinem ersten Jahr bei Ferrari war das Auto Müll und er hat drei Rennen gewonnen", erklärte der Formel-1-Ruheständler, der die WM im gleichen Jahr als Zehnter abschloss.

Nur ein guter Fahrer

Auch die Ansicht, dass Schumacher gut sei, um einem neuen Team bei der Entwicklung des Autos zu helfen, teilt der vierfache Grand-Prix-Sieger nicht.

"Ferrari hat ihn wegen seines Talents verpflichtet, vom Verhalten des Autos hatte er keine Ahnung", analysierte Irvine Schumachers Fähigkeiten: "Michael ist ein großartiger Fahrer, er würde auch in einem Koffer mit vier Rädern schnell fahren. Seine Stärke ist das Fahren, das war's."

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