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Nico Hülkenbergs bestes Ergebnis in seiner Premierensaison war bislang Platz 6 in Ungarn © imago

Die Top-Cockpits sind vergeben, drei Deutsche kämpfen um ihren Job: Hülkenberg, Sutil und Heidfeld müssen sich ranhalten.

Von Julian Meißner

München - Die Stars haben ihre Schäfchen ins Trockene gebracht, die begehrtesten Cockpits für 2011 sind längst vergeben.

Doch mit Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und Nick Heidfeld wissen drei von sieben deutschen Formel-1-Fahrern kurz vor dem Saisonendspurt noch nicht, ob und wenn ja, wo sie nächstes Jahr in der Königsklasse starten werden.

Mercedes macht mit seinem Duo Michael Schumacher/Nico Rosberg weiter, Timo Glock steht bei Virgin Racing unter Vertrag. Und Sebastian Vettel sitzt bei Red Bull ohnehin mehr als fest im Sattel (293015DIASHOW: Das Fahrerkarussell).

Doch den drei Erstgenannten läuft langsam die Zeit davon. "Ich möchte nicht zu lange warten, bis ich meine Entscheidung treffe", sagte Sutil am Wochenende am Rande des Großen Preises von Japan.

Sutil spekuliert auf Petrows Cockpit

Der Gräfelfinger könnte wohl bei Force India bleiben und fühlt sich dort auch nicht unwohl.

Doch drei Rennen vor Saisonende winkt immer noch das Renault-Cockpit von Witali Petrow.

Es gibt zwar Gerüchte, dass der Russe wegen der Sponsoren-Millionen seinen Platz für 2011 sicher habe, bei anhaltend schwachen Leistungen ist er für die Franzosen aber womöglich trotz allem nicht mehr zu halten.

Auch Heidfeld liebäugelt mit Renault

Auf den Arbeitsplatz im gelben Renner spekuliert auch Heidfeld, der nach seinem Comeback bei Sauber heimlich, schnell und leise wieder abserviert wurde.

Für ihn greift kommendes Jahr der Mexikaner Sergio Perez ins Lenkrad. Heidfeld muss nun auf seine langjährige Erfahrung sowie das Wissen aus den Testtagen beim neuen Reifenmonopolisten Pirelli setzen.

"Ich muss hoffen, dass woanders was geht", sagte der 33-jährige Routinier aus Mönchengladbach.

Maldonado für Hülkenberg?

Offen ist auch noch der Partner von Formel-1-Dino Rubens Barrichello bei Williams für 2011.

Hülkenberg äußert sich zwar konstant zuversichtlich, was seine Jobaussichten angeht, doch ein Bekenntnis des britischen Traditionsteams lässt auf sich warten.

Immer wieder wird GP2-Champ Pastor Maldonado mit Williams in Verbindung gebracht. Dem kleinen Privatteam stünden die Sponsorengelder aus dem Umfeld des Venezolaners gut zu Gesicht.

"Ich kann dazu nichts sagen", meinte Williams-Geschäftsführer Adam Parr in Suzuka zur offenen Besetzung: "Wir haben noch nichts bekannt gegeben, und ich denke, dies ist auch nicht der Moment, das zu tun."

Drei Rennen als Bewerbung

Für Hülkenberg, der gerne bei den Briten bleiben möchte, sind die fehlenden Bekenntnissee aber kein Grund zur Sorge: "Wenn ich meine Karriere fortsetze, werde ich wohl öfter in diese Situation kommen. Das ist schon okay für mich. Ich mache meinen Job, das ist alles, was ich tun kann."

Der Endspurt der Saison ist also auch für die Hinterbänkler von besonderer Bedeutung: In den letzten drei Rennen geht es für die drei Deutschen zwar nicht mehr um den Titel, wohl aber um ihren Job.

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