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Nick Heidfeld hat in der Formel 1 bisher 167 Grand-Prix-Rennen bestritten © getty

Die beiden deutschen Fahrer haben für die nächste Saison noch kein Cockpit sicher. Hülkenberg-Manager Weber ist zuversichtlich.

Abu Dhabi - Aus den glorreichen Sieben könnte 2011 wieder ein Fünferpack werden.

Von den zuletzt sieben deutschen Piloten müssen nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi Nico Hülkenberg und Nick Heidfeld ernsthaft um einen Platz in der Königsklasse bangen (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

Hülkenberg droht trotz der sensationellen Pole Position in Sao Paulo das Aus bei Williams, wo man der Millionen-Mitgift von GP2-Champion Pastor Maldonado erliegen könnte.

Heidfeld hofft nach dem Kurz-Comeback bei Sauber noch auf ein Cockpit bei Renault.

"Wenn es nach mir ginge, würde ich gerne für Renault fahren", sagte Heidfeld in Abu Dhabi. Allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass bei den Franzosen doch der zuletzt in Frage gestellte Russe Witali Petrow sein Cockpit an der Seite von Robert Kubica behalten könnte.

Heidfeld bleibt "positiv"

Bevor noch keine Verträge unterschrieben sind, gibt Heidfeld die Hoffnung aber nicht auf.

"Ich schaue eher positiv in die Zukunft. Ich hoffe, dass Leistung sich auszahlt", sagte Heidfeld, der im vorigen Winter nach dem Ausstieg von BMW im Transferpoker ganz leer ausgegangen war.

Damals hatte ihm Rückkehrer Michael Schumacher den erhofften Platz bei Mercedes weggeschnappt, für "Quick Nick" blieb nur die Ersatzbank der Silberpfeile.

Sauber verpflichtet Perez

Nach einem kurzen, aber strategisch wichtigen Einsatz als Testfahrer für den künftigen Reifenhersteller Pirelli heuerte Heidfeld für die letzten fünf Rennen des Jahres noch einmal bei seinem Ex-Team Sauber an, das bald darauf für 2011 GP2-Vizemeister Sergio Perez verpflichtete.

[kaltura id="0_3mw5zbnf" class="full_size" title="Eine Runde in Abu Dhabi"]

Der Mexikaner bringt wichtige Sponsoren aus seiner Heimat mit und damit viel Geld in die Sauber-Kasse.

"Hülk" steigert sich

Ein Schritt, den auch Williams gehen könnte, obwohl Maldonado wahrscheinlich nicht an die Klasse von Hülkenberg heranreicht.

Der 23-Jährige aus Emmerich steigerte sich in der zweiten Hälfte seiner Debütsaison kontinuierlich und sorgte mit der Pole Position in Brasilien für ein absolutes Highlight.

Weber zuversichtlich

"Das einzige, was man sagen kann, ist, dass wir auch im nächsten Jahr in der Formel 1 sind", sagte Hülkenbergs Manager Willi Weber in Abu Dhabi.

Williams-Geschäftsführer Adam Parr immerhin lobt den jungen Rheinländer, bescheinigt ihm eine großartige Entwicklung und ein gutes Renntempo.

Der Brite veweist darauf, dass noch keine Entscheidung über die Fahrerpaarung für 2011 getroffen worden sei. Auch Routinier Rubens Barrichello hat noch keinen neuen Vertrag.

Zudem beteuerte Parr, dass man die finanziellen Einbußen durch den Absprung mehrerer Sponsoren komplett aufgefangen habe.

Fünf Deutsche sicher dabei

Die restlichen deutschen Fahrer dagegen müssen sich über 2011 keine Gedanken machen, Sebastian Vettel bei Red Bull sowie Michael Schumacher und Nico Rosberg im Mercedes-Werksteam schon mal gar nicht.

Adrian Sutil hat bei Force India einen unterschriftsreifen Vertrag für 2011 vorliegen, den er auch annehmen wird, sollte sich nicht plötzlich irgendwo doch noch eine bessere Möglichkeit auftun.

Timo Glock schließlich wird auch im nächsten Jahr bei Virgin fahren und hofft darauf, mit Hilfe der neuen russischen Teilhaber von Sportwagen-Bauer Marussia zumindest den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen.

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