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Sebastian Vettel stelllte 2010 mit zehn Pole Positions einen Rekord auf © getty

Der Weltmeister "träumt insgeheim von Ferrari und Mercedes", doch ein Wechsel sei weit weg. Schumi habe "das ganz Besondere".

Köln - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel will seinem Red-Bull-Team weiter treu bleiben und schiebt Gedanken an einen Wechsel zu Ferrari oder Mercedes derzeit noch weit von sich.

Beide Marken sind Geschichte, Gegenwart und ziemlich sicher auch die Zukunft der Formel 1. "Jeder Rennfahrer träumt insgeheim von Ferrari oder Mercedes", schrieb Vettel in einer Kolumne in der "Bild-Zeitung".

"Ob man aber irgendwann dort fährt, hängt von vielen Faktoren ab. Da muss dann alles zusammenpassen, Mythos alleine reicht nicht. Aber das ist noch weit, weit weg."

Sein nächstes Ziel ist erst einmal die Saison 2011 mit Red Bull.

Stotternd vor dem Idol

"Als nächstes will ich mit Red Bull den Titel verteidigen. Wir haben etwas, was in der Formel 1 ganz entscheidend ist für Erfolg: Die richtigen Leute am richtigen Fleck", sagte Vettel, der am Freitag fünf Tage nach seinem WM-Triumph in Abu Dhabi schon wieder für Reifentests im Auto saß.

Am Mittwoch habe ihn in Abu Dhabi bei einem Werbetermin ein kleiner Junge, der ein Autogramm wollte, an seine eigene Kindheit und seine erste Begegnung mit Michael Schumacher erinnert.

"Wie es halt so ist, wenn man sein großes Vorbild trifft: Ich hab gestottert, wusste nicht, was ich sagen sollte. Kurz: Ich hab kein Wort rausgebracht", verriet Vettel: "Immerhin hatte ich danach ein Bild von mir und ihm. Es bekam einen Ehrenplatz an der Wand in meinem Kinderzimmer."

Schumi hat "das ganz Besondere"

Inzwischen ist der Rekordweltmeister für Vettel nicht nur ein Konkurrent auf der Strecke, sondern auch ein guter Freund, vor dessen Leistungen er höchsten Respekt hat.

"Mir ist egal, was einige Leute über Michael sagen. Denn, eins steht fest: Michael hat in seiner Karriere, besonders bei Ferrari, etwas Außergewöhnliches gemacht. Er hat ein ganzes Team um sich herum aufgebaut, hat geschaut, dass jedes Rädchen perfekt ineinander greift. Er hat die Leute angesteckt mit seiner Passion und Leidenschaft. Das ist für mich dieser eine Schritt extra, das ganz Besondere", sagte Vettel.

"Er ist einfach eine Legende"

Sich selbst mit Schumacher zu vergleichen, kommt für den jüngsten Weltmeister aller Zeiten nicht in Frage.

"Ich weiß jetzt, wie schwer und anstrengend es ist, einen Titel zu gewinnen. Michael hat das siebenmal geschafft", meinte der 23-Jährige: "Aber an seine vielen Rekorde denke ich nicht. Ich fahre nicht Formel 1, um Michaels Bestmarken zu knacken. Ich vergleiche meine Karriere und mein Leben auch nicht gerne mit seinem. Er ist einfach eine Legende. Und ich bin noch am Anfang."

Am 27. November in Düsseldorf geht Vettel dann gemeinsam mit Schumacher wieder auf Trophäenjagd. Beim Race of Champions wollen sie zum vierten Mal in Folge den Nationen-Cup gewinnen.

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