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Sebastian Vettel startete seine Formel-1-Karriere 2007 als Test- und Ersatzfahrer für BMW Sauber © getty

Der Weltmeister lässt es am Brandenburger Tor qualmen, kämpft aber mit der Glätte. Bei Vettel und Fans regieren große Gefühle.

Berlin - Als sich der dichte Rauch vor dem Brandenburger Tor verzogen hatte, stand Sebastian Vettel vor dem Berliner Wahrzeichen auf seinem Red-Bull-Boliden, den Vettel-Finger in die Höhe gereckt, und ließ sich feiern:

Auch Minusgrade und leichter Schneefall haben den Formel-1-Champion nicht davon abgehalten, mit 85.000 Zuschauern auf der Berliner Fan-Meile eine riesige Weltmeister-Party zu feiern und seinen Anhängern richtig einzuheizen.

"Das war einfach unglaublich. Man fragt sich, ob das alles wirklich wahr ist", meinte Vettel zum Abschied, nachdem er seine Fans perfekt unterhalten hatte: "Für mich ist ein riesiger Traum wahr geworden."

Donuts vor dem Brandenburger Tor

Zum grandiosen Abschluss von "Vettels Ehrenrunde" hatte der 23-Jährige seine "Randy Mandy" direkt vor dem Brandenburger Tor unter dem Jubel der Zuschauer noch sechs, sieben Mal am Stück kreiseln lassen.

"Ich habe mich in den Asphalt eingebrannt. Das ist meine persönliche Unterschrift in Berlin", sagte Vettel und versprach: "Wenn es nächstes Jahr wieder so gut läuft, kommen wir wieder."

Als Vettel um 12.52 Uhr erstmals mit seinem Boliden vom Brandenburger Tor aus über die abgesperrte Straße des 17. Juni brauste, spürte die Kälte niemand mehr, erst recht nicht der Weltmeister selbst.

Mit glänzenden Augen

"Von der Siegessäule Richtung Brandenburger Tor zu fahren und sich bewusst zu sein, dass man in einem Formel-1-Auto sitzt, das ist etwas ganz Besonderes", erklärte Vettel über Lautsprecher den Fans, nachdem er nach den ersten paar Runden unter tosendem Applaus mit glänzenden Augen ausgestiegen war.

[kaltura id="0_ywkuwolq" class="full_size" title="Sebastian Vettel im Interview"]

Der 23-Jährige war für diesen ungewöhnlichen Auftritt noch einmal kurzentschlossen von Düsseldorf, wo für ihn am Abend schon wieder das Race of Champions auf dem Programm steht, in die Hauptstadt geflogen. (Hype um Weltmeister Sebastian Vettel)

So eine Chance bekomme man nicht oft, meinte Vettel.

Ausnahmsweise mit Slicks

Schon vor der Veranstaltung hatte Vettel den Fans viel Action versprochen. "Es ist ein bisschen frisch, aber wir wollen den Leuten richtig einheizen", sagte er.

Bevor er in seinen Boliden kletterte, fuhr er zunächst einmal mit einem Quad die von Zuschauern gesäumte rund 500 Meter lange Strecke ab, schrieb Autogramme, posierte mit Fans für Fotos und nahm ein Bad in der Menge.

Die Witterung störte ihn nicht. "Es schneit zwar leicht, aber wir haben eine Ausnahmegenehmigung, dass wir mit Slicks fahren dürfen", scherzte er. Nach dem ersten von zwei Ausläufen musste er allerdings einräumen, dass die "Strecke für unser Auto nicht optimal ist. Es ist extrem glatt."

"Weltmeister - Danke für alles."

Gas gegeben hat er dennoch. "Hier ist 50 erlaubt, ich glaube nicht, dass wir darüber lagen", meinte er mit einem ganz breiten Grinsen.

Schon zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung waren die ersten Fans an die Strecke gepilgert, ausgerüstet mit warmer Kleidung, Mützen und gut gefüllten Thermosflaschen.

Auch mit Fanartikel waren sie bestens ausgestattet. Besonders auffällig war eine fast fünf Meter große Deutschland-Fahne mit dem Schriftzug: "Weltmeister - Danke für alles."

Pfeiffer und Smudo wieder dabei

Am Ende gab es für Vettel auch noch einen schwarz-rot-goldenen Konfetti-Regen.

Neben Vettel sorgten auch noch Motorrad-Stuntpilot Chris Pfeiffer und der rennfahrende Musiker Smudo von den Fantastischen Vier für Stimmung auf der Strecke.

Beide waren auch schon am 18. Juli in Vettels Heimatstadt Heppenheim mit von der Partie gewesen, als Vettels "Home Run" 315339(DIASHOW: Vettel-Empfang in Heppenheim) 120.000 Fans angelockt hatte.

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