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Sebastian Vettel (l.) gewann mit Michael Schumacher den Teamwettbewerb beim Race of Champions © getty

Michael Schumacher bleibt Sebastian Vettels großes Idol. Seinen Feier-Grand-Prix genießt er, sehnt aber Ruhe herbei.

Düsseldorf - Sebastian Vettel ist spätestens seit dem Gewinn des Formel-1-Weltmeisterschaft ein Top-Star.

Doch wenn er beim Race of Champions an der Seite von Michael Schumacher an den Srat geht, fühlt er sich weiterhin wie ein kleiner -junge an Weihnachten.

Denn der Rekordchampion ist und bleibt sein großes Idol.

Schumacher ist für Vettel "auch heute noch eine große Inspiration".

"Einer, der immer da ist"

Dieses Lob für seinen Freund verteilte der 23-Jährige beim Race of Champions in Düsseldorf, nachdem der mehr als 17 Jahre ältere Schumacher dort im Finale für die beiden den vierten Sieg in Folge im Nationen-Cup sichergestellt hatte.

"Es gibt in vielen Sportarten Leute, die mal einen Titel oder einen Grand Slam gewinnen. Aber dann gibt es einen, der immer da ist. Bei uns ist das Michael", sagte Vettel, für den schon in seiner Kindheit Schumacher ein großes Vorbild war.

Erinnerung an Kart-Zeit

"Als ich angefangen habe, war Michael für alle von uns das Highlight. Wenn er nach dem letzten Rennen der Saison da war, das vergisst man nie. Wir waren 100 Jungs und er hatte Zeit für uns alle", beschreibt Vettel seine Erinnerungen an eine Siegerehrung zu Kart-Zeiten, die Schumacher in Kerpen vorgenommen hatte.

[kaltura id="0_ld0bepg3" class="full_size" title="Vettels Loblied auf Schumi"]

"Man muss nicht erklären, was Michael alles erreicht hat. Aber die Art und Weise, wie er es erreicht hat, ist etwas ganz Besonderes", meinte Vettel: "Er ist eine große Persönlichkeit und ein großer Sportsmann. Von ihm kann man viel lernen. Er ist ein Sportler, der in seiner Karriere mehr richtig als falsch gemacht hat."

Freude auf ruhigere Tage

Das Race of Champions war Teil einer großen Feier-Tour Sebasian Vettels. (Hype um Weltmeister Sebastian Vettel)

Trotz der Strapazen genießt Weltmeister Sebastian Vettel seinen ganz persönlichen Feier-Grand-Prix immer noch in vollen Zügen, freut sich aber bereits auf ein paar ruhigere Zeiten rund um Weihnachten.

Zuspruch entschädigt für Schlafdefizit

"Die letzten zwei Wochen waren sehr anstrengend. Ich war viel im Flieger und mit anderen Transportmitteln unterwegs", sagte der 23-Jährige, der vor dem Auftritt beim Race of Champions (318249Bilder) in Düsseldorf noch einmal für ein paar Stunden nach Berlin geflogen war.

Dort hüllte er bei seiner "Ehrenrunde" vor 85.000 Zuschauern das Brandenburger Tor in dichten Qualm: "Aber es waren auch unheimlich schöne Wochen mit dem ganzen Zuspruch, den man bekommt. Da nimmt man das Schlafdefizit gerne in Kauf."

WM-Pokal im Dezember

Nach Auftritten in Abu Dhabi, Salzburg, Milton Keynes, wieder Abu Dhabi, Cartagena, Düsseldorf, Berlin und wieder Düsseldorf wird die kommende Woche jetzt endlich ein bisschen ruhiger für den jüngsten Champion der Formel-1-Geschichte.

"Am Wochenende haben wir die Weihnachtsfeier mit dem Team", sagte Vettel: "Da werden wir noch einmal in London kräftig Gas geben. Am 10. Dezember bekomme ich dann in Monaco meinen WM-Pokal."

Danach freut er sich auf ruhige Weihnachten. Dann werde auch mal der Moment kommen, in dem er einfach mal auf dem Bett sitzen und ein Lächeln auf dem Gesicht haben werde.

Eventuell darf er vorher auch noch einen weiteren Feiertermin einschieben. Am 19. Dezember wird in Baden-Baden Deutschlands Sportler des Jahres gekürt. Vettel hat gute Chancen auf den Titel.

"Kulisse unschlagbar"

In Berlin hatte er am Samstag noch ein paar ganz persönliche Erinnerungen gesammelt. "Vor vier Jahren war ich zum ersten Mal da und habe als Tourist noch Fotos vom Brandenburger Tor gemacht", sagte er.

Am Samstag war jetzt der Heppenheimer das Foto-Motiv, als er mit seiner "Randy Mandy" vor Berlins Wahrzeichen seine Kreisel drehte und seine "persönliche Unterschrift" in den Asphalt brannte. 317894(DIASHOW: Vettel rockt Berlin)

"Die Kulisse in Berlin war unschlagbar. Man sitzt in einem Formel-1-Auto und schaut auf das Brandenburger Tor, das passt eigentlich nicht", meinte Vettel.

Vettel denkt schon weiter

Auch am Ende de Jahres 2011 will er wieder feiern können, wofür er auch auf lukrative Werbeverträge verzichten würde.

"Mir ist wichtiger, dass eine Marke perfekt zu mir passt, als dass mir irgendwer einfach nur richtig die Taschen vollmacht. Ser sportliche Erfolg ist mir am wichtigsten", sagte Vettel der "Bild am Sonntag":

"Nur deswegen bin ich in der Formel 1. Es ist nicht mein Ziel, jetzt einfach möglichst viel Geld klarzumachen."

Kanzlerin gratuliert

Am meisten überracht war er bei den zahlreichen Gratulationen übrigens von den Glückwünschen der Bundeskanzlerin.

"Zwar per Mail, aber so als richtiger, offizieller Brief. Ich weiß nicht, wie sehr sie sich für die Formel 1 interessiert, aber das waren schon sehr freundliche und herzliche Worte. Es klang so, als hätte sie die Saison verfolgt", verriet er.

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