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Einige werden bleiben, andere nicht: Die Piloten beim Finale in Abu Dhabi © getty

Der Weltverband veröffentlicht die Starterliste für die kommende Saison. Viele Cockpits sind offen. Rosberg beschenkt Schumi.

Von Marc Ellerich

München - Der Automobil-Weltverband FIA hat die offizielle Starterliste für die Formel-1-Saison 2011 bekannt gegeben.Demnach werden im kommenden Jahr wie auch in der abgelaufenen Saison zwölf Teams an den Start gehen. (293015DIASHOW: Das Fahrer-Karussell)

Nach FIA-Angaben sind allerdings erst 14 Cockpit-Plätze für das kommende Jahr sicher.

Während die Fahrer-Paarungen bei den Top-Teams unverändert sind, gibt es laut der Verbandsliste bei den Rennställen dahinter einige Verwirrung.

So lässt die FIA zum Beispiel den Cockpit-Platz neben dem Polen Robert Kubica in ihrer Nennliste offen. Der Rennstall selbst hat allerdings bisher keine Trennung vom Russen Witali Petrow kommuniziert - dessen Weiterbeschäftigung bei Renault gilt allerdings durchaus als unsicher.

Verwirrung um offene Plätze

Auch zahlreiche weitere Fahrer-Plätze werden vom Weltverband als unbesetzt behandelt, so zum Beispiel der zweite Pilot im Williams-Team neben dem Brasilianer Rubens Barrichello.

Beim englischen Privat-Team hatte der deutsche Formel-1-Rookie Nico Hülkenberg trotz einer guten Premieren-Saison, die in der Pole-Position beim Brasilien-GP ihren Höhepunkt gefunden hatte, das Aus hinnehmen müssen. Als sein Nachfolger gilt der venezolanische GP-2-Fahrer Pastor Maldonado.

Auch bei Toro Rosso führt die FIA keine Namen, obwohl hier das bewährte Duo Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi eigentlich feststehen dürfte. Beide haben einen Vertrag für 2011.

Rätsel gibt außerdem die FIA-Besetzung bei Force India auf: Weder der Deutsche Adrian Sutil, noch sein Nebenmann Vitantonio Liuzzi werden in der Liste genannt.

[kaltura id="0_ld0bepg3" class="full_size" title="Vettels Loblied auf Schumi"]

Perez der einzige Neue

Selbiges gilt auch für Timo Glock, der beim englisch-russischen Marussia-Virgin-Team auch 2011 gesetzt ist.

Als einzigen neuen Piloten im Fahrer-Tableau für 2011 führt die FIA den Mexikaner Sergio Perez, der für das Sauber-Team an den Start gehen wird.

Grund für die vielen Fragezeichen der FIA dürfte das Formel-1-Fahrerkarussell sein, welches sich auch nach dem letzten Saisonrennen weiterdreht - Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

Das Lotus-Team wird in der Nennliste mit dem Namen Team Lotus geführt, obwohl es einen gleichermaßen erbitterten wie bizarren Streit zwischen Teameigener Tony Fernandes und der malaysischen Regierung um die Namensrechte gibt, der sogar vor Gericht ging.

Als Fahrer werden bei Lotus weiterhin Jarno Trulli und Heikki Kovalainen gelistet.

Nummerntausch bei McLaren und Mercedes

Ein Blick auf die Startnummern im Fahrerfeld des kommenden Jahres lohnt sich durchaus: Während Weltmeister Sebastian Vettel 2011 standesgemäß mit der Nummer eins auf dem Red-Bull-Renner an den Start geht, gibt es dahinter einige kleinere Verwerfungen. 317894(DIASHOW: Vettel rockt Berlin)

Bei McLaren-Mercedes, in der Konstrukteurswertung Zweiter hinter dem Weltmeister-Team Red Bull, überlässt der im Fahrer-Klassement eigentlich besser platzierte Lewis Hamilton seinem Kollegen Jenson Button die Startnummer drei.

Auch im Mercedes-Team tritt der erfolgreichere Nico Rosberg freiwillig hinter seinen Kollegen, Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, zurück und überlässt diesem die Nummer sieben.

Fernando Alonso, im Saisonfinale von Vettel noch vom Weltmeister-Platz verdrängt, liebt es dagegen klassische. Der Spanier rollt 2011 mit der Nummer fünf auf seinem Ferrari in die Startaufstellung.

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