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Fernando Alonso (li.) und Sebastian Vettel - zwei die von ihrem Können überzeugt sind © getty

Der Spanier sieht sich von den fortdauernden Wechsel-Spekulationen zu einer Kampfansage gegen den Weltmeister veranlasst.

Von Martin Hoffmann

München - Sebastian Vettel hat die Sache selbst in die Welt gesetzt.

Dass er irgendwann einmal ein Teil des Mythos Ferrari sein will, hat er nie verhehlt. Als "Wunsch und Ziel" hatte er es vor einigen Wochen in der "Bild" bezeichnet und von der "Strahlkraft" der Scuderia geschwärmt.

Womit er der Medienwelt ein dankbares Thema zur Überbrückung der rennsportfreien Zeit lieferte.

Die Spekulationen haben sich mittlerweile derart verselbstständigt, dass Fernando Alonso sich schon zu einer Kampfansage an den potenziellen Teamkollegen der Zukunft genötigt fühlt (DATENCENTER: Die WM-Fahrerwertung 2010).

"Kein Problem damit"

"Ich habe keine Angst vor Vettel", ließ der zweimalige Weltmeister bei einem Benefiz-Termin in Oviedo wissen: "Sollte er eines Tages zu Ferrari kommen, dann hätte ich kein Problem damit."

Bis zu diesem einen Tag wird, wenn alles normal läuft, noch einige Zeit ins Land ziehen. Bis Ende 2012 ist Vettel an Red Bull gebunden, ebenso lang laufen die Ferrari-Verträge von Alonso und Felipe Massa.

Trotzdem wuchern die Spekulationen, dass es auch schneller gehen könnte - sehr gewagte allerdings.

[kaltura id="0_n0wmf1za" class="full_size" title="Vettel gibt in Berlin Gummi"]

"Früher oder später wird er ein rotes Auto fahren"

"Bald sitzt Sebastian Vettel im roten Auto", titelte der "Express" kürzlich und meinte, dass der Weltmeister schon Ende oder gar Anfang 2011 zur Scuderia kommen und Massa ersetzen könnte.

Grundlage waren dabei aber nur mehrere Tage alte Aussagen von Ferrari-Chef Luca di Montezemolo auf der Firmen-Weihnachtsfeier, in denen er Massa kritisierte und Vettel umgarnte.

"Früher oder später wird er ein rotes Auto fahren", prophezeite Signore di Montezemolo - was aber in Anbetracht von Vettels Aussagen keine Sensation darstellt.

In stiller Post zum Vorvertrag

Dass Vettel und Ferrari irgendwann zusammenfinden ist "von beiden Seiten praktisch schon notariell hinterlegt", wie der "Express" flapsig formulierte.

Daraus wurde nach dem Prinzip "stille Post" anderswo gleich ein Vorvertrag, den Vettel angeblich schon bei Ferrari unterschrieben hätte.

Kein Grund zur Furcht

Egal, ob und wann Vettel zu Ferrari kommt: Alonso wäre bereit, die Herausforderung anzunehmen.

"Ich habe vor keinem Teamkollegen Angst, musste ich bisher auch nie haben", stellte der Spanier fest:

"Es gab noch keinen Teamkollegen, der am Ende einer Saison mehr Punkte hatte als ich. Daher sehe ich keinen Grund, mich vor irgendjemandem fürchten zu müssen."

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