vergrößernverkleinern
Mark Webber brach sich 2008 bei einem Unfall während der Tasmania Challenge das Bein © getty

Der australische Formel-1-Star startet das Event neu, bei dem er sich 2008 schwer verletzte. Sein Team reagiert gelassen.

Von Marc Ellerich

München - Dass die neueste Meldung aus Australien im Red-Bull-Hauptquartier Jubelstürme ausgelöst hat, darf durchaus bezweifelt werden.

Formel-1-Pilot Mark Webber lässt nach zwei Jahren Pause im Dezember 2011 seine Pure-Tasmania-Challenge wieder aufleben, einen harten Ausdauer-Dreikampf in den Disziplinen Mountainbiking, Laufen und Kajak-Fahren.

Das ganze hat einen guten Zweck, 750.000 Euro hat Webber in den ersten drei Jahren des Rennens überwiesen. So weit, so ehrenhaft.

Was die Angelegenheit aber etwas komplizierter macht, ist die kuriose Krankengeschichte, die der Australier mit dem Event verbindet.

Schwere Verletzung

Denn 2008 endete das Outdoor-Spektakel für den rasenden Red-Bull-Angestellten äußerst unsanft: Webber kollidierte auf dem Rad mit einem Allrad-Auto, stürzte und brach sich ein Bein und - wie er erst später einräumte - auch die Schulter.

An den Verletzungsfolgen hatte der Kollege von Weltmeister Sebastian Vettel lange zu laborieren. Er musste sich mehrmals operieren lassen.

Besonders pikant wird die Angelegenheit allerdings durch den Umstand, dass Webber sich ausgerechnet im WM-Finale der abgelaufenen Saison erneut an der Schulter verletzte und dieses Handicap wie auch die Schulter-Blessur beim Tasmanien-Rennen erst deutlich verspätet seinem Arbeitgeber meldete.

Horner verärgert

Teamchef Christian Horner reagierte nach Webbers Beichte in Buchform ("Up front") alles andere als erfreut.

"Es ist natürlich enttäuschend, dass Mark nichts gesagte hat", kommentierte er den Unfall und gab dem Piloten noch einen unfreundlichen Rat mit auf den Weg: "Es scheint, dass Mark nicht mit Fahrrädern klarkommt. Also sollte er sich von ihnen fernhalten." (Webber wiegelt ab)

Vertrag endet 2011

Die Nachricht von der Neuauflage der Pure-Tasmania-Challenge nahm der österreichische Rennstall allerdings äußerlich gelassen auf und veröffentlichte sogar eine Pressemitteilung auf seiner Homepage.

Was leicht zu erklären ist, denn Webbers Vertrag mit dem Weltmeister-Team endet nach der bevorstehenden Saison.

Der 34-Jährige hat sich zu einem Start ohnehin noch nicht abschließend geäußert, freut sich aber über den Neubeginn. "Als ich das letzte Mal von hier abreiste, war ich nicht ganz auf dem Damm", scherzte er über sein Malheur von 2008: "Aber es ist toll, nun wieder hier zu sein. Ich freue mich, ankündigen zu können, dass wir diese Challenge nach einer gewissen Pause wieder ankurbeln können."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel