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Robert Kubica besitzt bei Lotus-Renault noch einen Vertrag bis Ende 2012 © getty

Der Pole macht wenige Tage nach dem schlimmen Unfall erste Fortschritte. Sein Cockpit übernimmt voraussichtlich Heidfeld.

München - Gute Nachrichten von Robert Kubica:

Der am Sonntag verunglückte Formel-1-Fahrer kann alle fünf Finger seiner schwer verletzten rechten Hand wieder bewegen.

"Die Operation ist perfekt verlaufen. Es ist ein großartiges Resultat, dass Kubica jetzt die Hand bewegen kann, denn der Eingriff war lang und kompliziert", sagte Professor Igor Rossello, der den Polen am Sonntag operiert hatte. (DATENCENTER: Rennkalender 2011)

Der ursprünglich für Donnerstag geplante nächste Eingriff soll nun am Freitag erfolgen, dann werden die Brüche an Kubicas rechter Schulter und am rechten Fuß gerichtet.

Rossello: "Kubica muss viel arbeiten"

Drei oder vier Tage später muss der 26-Jährige erneut auf den OP-Tisch, dann ist die Korrektur des ebenfalls gebrochenen rechten Ellbogens vorgesehen.

Rossello rechnet anschließend mit einer langen Reha-Phase: "Kubica wird täglich viel arbeiten müssen."

Sollte es sein Zustand erlauben, soll der Renault-Pilot in den nächsten Tagen von der Polizei der ligurischen Stadt Savona zum Unfallhergang befragt werden.

Rallye-Unfall mit Skoda Fabia

Kubica war am Sonntag als Gaststarter bei einer Rallye in Italien mit seinem Skoda Fabia schwer verunglückt. 247492(Bilder)

Auf der feuchten Piste hatte er die Kontrolle über das Auto verloren, war in die Leitplanken und anschließend gegen eine Kirchenmauer geprallt. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Eine Stunde im Wrack gefangen

Ein Teil einer Leitplanke hatte sich bei dem Crash durch die Front des Fahrzeugs gebohrt und Kubica die schweren Verletzungen zugefügt.

Sein Beifahrer Jakub Gerber überstand den Unfall unverletzt und verließ das völlig zerstörte Fahrzeug aus eigener Kraft.

Kubica dagegen konnte erst nach über einer Stunde von den Rettungskräften aus dem Wrack geborgen werden.

Heidfeld zu Tests eingeladen

Kubicas Cockpit wird voraussichtlich Nick Heidfeld übernehmen. Der Mönchengladbacher hat offenbar beste Chancen.

Heidfeld wird bereits am Wochenende Testfahrten für das Team in Jerez absolvieren. Das gab der Rennstall am Mittwoch bekannt.

Renault bezeichnete in der Pressemitteilung Heidfeld als "potenziellen Ersatz für Robert Kubica als Stammfahrer".

Senna fehlt die Erfahrung

Neben Heidfeld werden am Wochenende auch Stammfahrer Vitali Petrow sowie Ersatzmann Bruno Senna Testfahrten im Lotus-Renault absolvieren.

Der Neffe des früheren Weltmeisters Ayrton Senna kommt aber wohl wegen mangelnder Erfahrung nicht für das Kubica-Cockpit in Frage.

Auch Hülkenberg gehandelt

Heidfeld, einst Teamkollege von Kubica bei BMW-Sauber, ist derzeit ohne Vertrag und kann seine Erfahrung von 173 Grand-Prix-Starts vorweisen.

Auch Nico Hülkenberg, der trotz seiner Pole Position in Brasilien bei Williams nicht übernommen wurde und als Testfahrer bei Force India unterschrieben hat, wurde zuletzt als mögliche Lösung gehandelt.

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