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Sebastian Vettel wurde im vergangenen Jahr zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten © imago

Vettel scherzt über einen Wechsel zu Ferrari. Das F-Thema scheint Vettel zu fesseln: Es ist nicht der erste Flirt mit den Roten.

Von Olaf Mehlhose

München - Ein Scherz zwar, aber die Äußerungen von Sebastian Vettel lassen doch tiefer blicken

Für den Formel-1-Weltmeister ist ein Wechsel zu Ferrari offenbar längst nicht abgehakt. (DATENCENTER: Rennkalender 2011)

In einem Gespräch mit italienischen Pressevertretern scherzte der 23-Jährige über die Aussicht, in Zukunft im Cockpit von Ferrari zu sitzen.

Auf die Frage, was er machen würde, wenn er in dieser Saison nicht den Red Bull fahren könnte, sagte Vettel der "Gazzetta dello Sport": "Wahrscheinlich würde ich Alonso und Massa einen Urlaub anbieten. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie einschlagen würden."

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Vettel heizt Spekulationen an

Das Thema Ferrari scheint Vettel nicht loszulassen: Bereits im vergangenen November heizte er Spekulationen über einen Wechsel zum ehemaligen Team von Michael Schumacher an.

Seinerzeit hatte der Red-Bull-Pilot geäußert, es sei sein "Wunsch und Ziel, mal für Ferrari zu fahren".

Der Stellenwert der Scuderia sei mit dem von Real Madrid im internationalen Fußball zu vergleichen. "Die Strahlkraft, der Mythos dieser Marken, das ist einfach einzigartig", wurde Vettel von der "Bild" zitiert.

Treueschwur für Red Bull

Bei seinem Arbeitgeber wurden die Äußerungen verständlicherweise nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen, wohl auch deshalb versuchte er das F-Thema in der Folge abzuschwächen.

"Ich fühle mich bei Red Bull sehr wohl. Sowohl vertraglich als auch von meinem Gemüt her ist soweit alles im Lot. Damit sollte alles für die nächsten Jahre gerüstet sein. Im Moment gibt es da wenig zu diskutieren", schwor Vettel seinem Team die Treue.

Erneuter Ferrari-Flirt

Sein neuerlicher Flirt mit den Roten wird seinen Rennstall sicherlich ebenso wenig begeistert haben, auch wenn er Red Bull im selben Atemzug lobte.

"Ich träume davon, eines Tages für Maranello zu fahren. Wie dem auch sei, ich bin jung und habe noch viel Zeit. Im Moment bin ich glücklich bei Red Bull zu sein, ohne das Team wäre ich nie in der Formel 1 gelandet", sagte Vettel.

"Mit Ferrari auf dem Podium"

Doch schon im nächsten Satz vollzog der Hesse die nächste Kehrtwende.

"Ich würde gerne mit Ferrari in Monza auf dem Podium stehen. Eines Tages will ich auch einen Ferrari in meiner Garage haben. Obwohl ich bei Red Bull bin, gibt es viele Italiener, die mich unterstützen", sagte der Red-Bull-Pilot.

Allerdings: Ein gutes Gegenargument hatte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko bereits bei Vettels erstem Vorstoß parat: "Wieso sollte sich Sebastian diesen Fernando Alonso antun?"

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