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Vettel (r.) und Webber kämpfen weiter um den Nummer-eins-Status bei Red Bull © imago

Vettel weist die Wechsel-Gerüchte um Ferrari zurück und rüstet sich für den Kampf mit Webber. Alguersuari kratzt schon bei Red Bull.

Von Philipp Langer

München - Das erste Rennen in Bahrain - sofern es angesichts der Unruhen in dem Wüstenstaat tatsächlich steigt- wirft seine Schatten voraus.

Und obwohl die Saison noch in den Startlöchern steht, laufen die Fahrer schon heiß.

So erwartet Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz auch eine Fortsetzung des angespannten Verhältnisses zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber. "Sie werden keine Geschenke austauschen. Ich erwarte eine ähnliche Situation wie im vergangenen Jahr", erklärte der 56-Jährige gegenüber "Reuters".

Weltmeister Vettel eröffnete zudem eine neue Runde im Kampf um die Nummer eins bei Red Bull, indem er den Gerüchten um einen möglichen Wechsel zu Ferrari eine klare Absage erteilte.

"Es gibt keinen Grund, woanders hinzugehen"

"Es gibt keinen Grund, woanders hinzugehen", versicherte der 23-Jährige in der "Sport Bild". Der WM-Triumph Vettels ist für Mateschitz ohnehin kein Argument für eine Rangordnung bei Red Bull. (DATENCENTER: Rennkalender 2011)

"Wir werden unsere Strategie nicht ändern. Beide haben freie Fahrt", erklärte der österreichische Unternehmer und ergänzt: "Sebastian ist voll motiviert, aber Mark steht ihm in nichts nach."

Trotz des klärenden Gesprächs nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi geht die Rivalität zwischen den beiden Red-Bull-Piloten also weiter.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Webber bald ohne Flügel?

Doch nicht nur wegen der Wechselgerüchte um Vettel könnte es das letzte Jahr des teaminternen Wettstreits in der "Königsklasse" werden.

Weil Webber seinen Vertrag mit Red Bull lediglich um ein Jahr verlängerte, mehren sich die Stimmen, nach denen der Australier nach der Saison seine Zelte bei den Österreichern abbrechen könnte.

Spekulationen, die Mateschitz nicht verstehen kann: "Er hat einen Körper aus Stahl und ist mental topfit. Wenn er wieder den Speed und die Motivation des letzten Jahres zeigt, sehe ich keinen Grund warum er gehen sollte."

Grundsätzlich will Mateschitz einen Wechsel aber nicht ausschließen: "Wenn er nicht bei uns weitermacht, wird er ein anderes Team finden. Schließlich ist er genau wie Sebastian ein Top-Fahrer."

Alguersurai: "Es gibt Krieg"

Für den Fall, dass Webbers Red-Bull-Zeit am Saisonende dennoch abläuft, bringen sich bereits erste Fahrer für das eventuell frei werdende Cockpit ins Gespräch.

Allen voran Toro-Rosso-Fahrer Jaime Alguersuari, der seinen aktuellen Teamkollegen Sebastien Buemi mit einer Kampfansage überraschte.

"In diesem Jahr gibt es Krieg zwischen Buemi und mir. Ich trete gegen ihn an, um am Ende derjenige zu sein, der zu Red Bull wechseln wird", ging der 20-Jährige bei "Motorsport Total" in die Offensive.

Und der Spanier legte gleich nach: "Ich möchte eine Sekunde schneller sein und 20 Meter später bremsen."

Horner bleibt gelassen

Einer, der bei der ganzen Aufregung einen kühlen Kopf bewahrt, ist Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Selbst wo andere Teams kurz vor Saisonstart bei Testfahrten ins Schwitzen kommen, lässt sich der Brite einfach nicht aus der Ruhe bringen.

"Die Rundenzeiten sind ohnehin irrelevant", gibt sich Horner locker. "Wir sind vor Ort, um zu lernen und unsere Vorbereitungen voranzutreiben."

RB7 "durchaus ermutigend"

Dabei lässt Horner auch den Grund für seine Gelassenheit durchblicken und verrät, dass die ersten Eindrücke vom RB7 "durchaus ermutigend" sind.

Dass die Weltmeisterschaft aber ohnehin nicht beim ersten Rennen in Bahrain entschieden wird, hat nicht zuletzt die letzte Saison gezeigt.

"Im Saisonverlauf werden wir sehen, dass die Formkurve schwankt. Wer die beste Konstanz an den Tag legt, wird letztlich die Oberhand behalten", ist sich Horner sicher, dass es wieder eine enge Entscheidung am Saisonende geben könnte.

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