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Michael Schumacher ist siebenfacher Formel-1-Weltmeister © getty

Michael Schumacher glaubt in der neuen Saison an Siege und deutlichen Fortschritt. Auch der Weltmeister traut Schumi viel zu.

München - Michael Schumacher geht optimistisch in die neue Formel-1-Saison.

Der siebenfache Weltmeister erwartet in diesem Jahr deutlich mehr von sich und seinem Auto, als noch in der vergangenen Runde (DATENCENTER: Rennkalender 2011).

Den Traum, zum achten Mal Weltmeister zu werden, hegt Schumacher immer noch.

"Wir haben einen Dreijahresplan und liegen noch immer im Fahrplan", sagte der 42-Jährige der "ADAC Motorwelt".

Zu hohe Erwartungen für 2011 bremst er allerdings.

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"Titel kommt zu früh"

"Es wäre wahrscheinlich ein bisschen unrealistisch, im Moment von der WM zu reden. Dafür waren wir im letzten Jahr zu weit weg", schätzt Schumacher ein.

"Rückstände in dieser Größenordnung über einen Winter aufzuholen, ist optimistisch. Ich bin sehr angetan von dem, was entstanden ist", meint er mit Blick auf sein neues Auto.

"Aber ich denke, es wird in diesem Jahr noch nicht ganz reichen. Es wird aber reichen, um aufs Podium zu fahren. Und ich hoffe auch, um dieses Jahr Siege einzufahren."

"Schumi" sieht sich gerüstet

Trotzdem sieht sich der Rekordweltmeister auch selbst auf körperlich einem guten Weg, trotz seiner inzwischen 42 Jahre.

"Sicher ist es nicht möglich, die biologische Uhr zurückzudrehen. Dass ich jetzt noch absolut der Gleiche bin, der ich vor 10 oder 15 Jahren war, kann nicht sein", sagt Schumacher.

"Aber bin ich immer noch gut genug? Ich würde sagen: Ja!"

Krankes Kind nicht geheilt

Seine Probleme 2010, als er nur Platz neun in der WM-Wertung erreichte und deutlich hinter seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg lag, führt Schumacher neben gewissen Eingewöhnungsproblemen nach drei Jahren Pause vor allem auf den nicht wirklich zu ihm passenden Silberpfeil zurück.

"Als ich im Dezember 2009 an Bord kam, wussten die Ingenieure, dass das Auto nicht zu mir passt. Aber es war natürlich fertig. Und wenn Sie ein krankes Kind haben, kriegen Sie es in der Kürze der Zeit nicht mehr geheilt", sagte Schumacher, der jetzt mit "einem neuen Kind" besser abschneiden will.

Vettel wünscht Schumacher Platz zwei

Weltmeister Sebastian Vettel traut Schumacher trotz der Probleme in seiner Comeback-Saison in diesem Jahr ebenfalls viel zu.

"Ich sehe ihn immer noch als Vorbild. Schon daher traue ich ihm einiges zu. Hoffentlich nicht zu viel. Wenn er am Ende Zweiter wird, ist das okay", sagte Vettel.

Weltmeister schließt Rückschlag aus

Angst vor einem Rückschlag hat der 23 Jahre alte Red-Bull-Pilot nicht.

"Nein. Man sagt ja, dass man erst verlieren lernen muss, bevor man gewinnen kann. Das stimmt. Ich glaube, wichtig ist, an einem guten Rennwochenende kritisch zu bleiben. Man kann immer was lernen. Fehler sind wichtig, dafür muss man sich nie schämen. Aber wer einen Fehler zweimal macht, ist nicht so schlau", erklärt Vettel.

"Es ist ein bisschen mehr los"

Nach seinem WM-Triumph in Abu Dhabi ist Vettel noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.

"Es ist ein bisschen mehr los, die Aufmerksamkeit ist größer geworden", sagt er.

"Aber das Leben an sich hat sich nicht verändert. Und ich bin, wer ich bin, will weiter an mir arbeiten und besser werden. Aber sich als Mensch in einer schnellen Zeit zu sehr zu verändern, ist niemals gut."

Vettel braucht Ruhe

Im Winter habe er aber schon "zwei, drei Wochen Ruhe gebraucht, um von dem Ganzen ein bisschen wegzukommen und aufzutanken".

Die Terminhatz als Champion sei nach der ohnehin schon sehr, sehr anstrengenden Saison hart gewesen, sagt Vettel: "Da zieht und zerrt jeder an einem, das kostet Kraft. Aber ich bin lieber Weltmeister, als Zweiter zu sein und meine Ruhe zu haben."

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