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Vettel kritisiert die Pay Driver, die Regel- änderungen und und die neuen Reifen © getty

Fahrer, die von Sponsoren in die Formel 1 gehievt werden, sind Vettel ein Dorn im Auge, genauso wie die neuen Pirelli-Reifen.

München - Weltmeister Sebastian Vettel hat die Regeländerungen in der Formel 1, die neuen Einheitsreifen und die sogenannte "Pay-Driver-Problematik" kritisiert.

Über Fahrer, die mit großer Sponsorenunterstützung potenziell bessere Fahrer aus dem Cockpit verdrängen sagte der Red-Bull-Pilot bei "ServusTV":

"Es ist ein Risiko für uns, wenn überrundete Fahrer unberechenbar sind. Es gibt einige im Feld, bei denen weiß man, das sind fahrende Hindernisse."

"Das ist für uns schade"

Auch bei den neuen Reifen sieht Vettel ein Problem, nämlich "dass der Reifen zu schnell abbaut". Er halte "zwischen zehn und 16 oder 17 Runden, und dann ist er kaputt und zerschossen, da kann der Fahrer machen, was er will. Das Fahrgefühl ist ein anderes, und das ist für uns schade." (DATENCENTER: Rennkalender 2011)

Da Pirelli künftig alle Teams ausrüstet, sei es aber nicht möglich, einfach ein neues Modell zu bauen.

"Für ein Team wäre es kein Problem, aber fürs gesamte Feld dauert das ein bisschen, vielleicht anderthalb Monate. Dafür ist es jetzt zu spät, in anderthalb Monaten werden Rennen gefahren", meinte Vettel, der vorrechnete, dass die Reifenproblematik bis zu zehn Sekunden Zeitverlust pro Runde verursachen kann.

Autofahren mit Telefon

Auch die Wiedereinführung des Energierückgewinnungssystems KERS und die Einführung des verstellbaren Heckflügels stuft Vettel als kompliziert ein, denn die Fahrer müssen künftig zahlreiche Funktionen im Lenkrad bedienen.

"Es ist mehr Arbeit für uns und macht es nicht einfacher", meinte der der 23-Jährige: "Man hat die Augen nicht auf der Fahrbahn, sondern in dem Moment auf dem Display."

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Dies sei "ein bisschen wie beim Autofahren, wenn man mit dem Telefon rumspielt, das soll man ja auch nicht machen".

Opfer Hülkenberg

Auch Nico Hülkenberg, in der kommenden Saison nur noch Testfahrer für Force India, erklärte: "Ich bin noch nicht ganz überzeugt, dass diese ganzen neuen Funktionen funktionieren werden.

"Der GP2-Meister von 2009 kritisierte ebenfalls das "Pay-Driver"-Problem, das ihn den Platz bei Williams kostete: "Diese Pay-Driver-Problematik ist sehr unschön für mich, es hat mich voll erwischt", sagte Hülkenberg: "Es ist bitter, das tut weh."

Auch Vettel ergänzte: "Wenn es jemanden wie Nico trifft, ist es schlimm."

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