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Michael Schumacher fuhr 1991 seinen ersten Grand Prix für Jordan in Spa © getty

Nach dem verkorksten Comeback ist für den Ex-Weltmeister weiter der Titel das Ziel. Nicht nur die SPORT1-User sind skeptisch.

Von Björn Seitner

München - Die Saison 2010 war für Michael Schumacher eine bittere Enttäuschung.

Kein Sieg, kein Podium, keine Pole - und die deutliche Niederlage im Teamduell mit Nico Rosberg. Am Ende sprang nur Rang neun der Fahrer-Wertung heraus.

Zu wenig für den siebenmaligen Weltmeister: "Mit dem Ergebnis dieser Saison war ich wirklich nicht zufrieden."

Doch hat der mittlerweile 42-Jährige dieses Jahr bessere Chancen?

Der Titel ist das Ziel

Schumacher selbst ist zuversichtlich. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Auf die Frage der "Gala", ob er um den Titel mitfahren könne, gab der Mercedes-Pilot zum wiederholten Mal ein klares Statement ab: "Nichts anderes kann das Ziel sein!"

Bei seinem Comeback im vergangenen Jahr hatte sich Schumacher einen Dreijahresplan zum Titel vorgenommen und im Vergleich zur letzten Saison konnte er nun an der Konstruktion des neuen MGP W02 mitwirken.

"Ich würde ihn 2011 also gewiss nicht unterschätzen", meint Ex-Kollege Mika Häkkinen.

"Ross weiß, was er an mir hat"

Auch Team-Geschäftsführer Nick Fry ist zufrieden: "Das Feedback, das ich erhalten habe, ist, dass sich Michael beim Testen sehr intensiv eingebracht und gute Arbeit bei der Entwicklung des Autos geleistet hat."

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Und der Routinier gibt sich im "kicker" selbstbewusst: "Genau in diesem Punkt weiß Ross (Ross Brawn, Mercedes-Teamchef, Anm. d. Red.), was er an mir hat."

Die vieldiskutierten Neuerungen wie KERS, der verstellbare Heckflügel und die neuen Pirelli-Reifen stellen zudem für alle Fahrer eine neue Herausforderung dar - Schumacher hat also keinen Rückstand.

"Er wird sich anpassen müssen"

Dass er es jedoch nicht einfach haben wird, prophezeit Pirelli-Sportchef Paul Hembery.

"Wir hatten kürzlich ein Treffen mit Michael, in dem er uns fragte, wie unsere Strategie hinsichtlich der Reifen für 2011 aussieht", bestätigte Hembery.

Drei Boxenstopps werden in der kommenden Saison keine Ausnahme sein - Schumacher werde "sich anpassen müssen".

Villeneuve stellt Motivation in Frage

Was die "wahre Motivation" des Mercedes-Piloten sei, fragte sich dagegen sein ehemaliger Konkurrent Jacques Villeneuve.

"Letztes Jahr lachte er sogar nach einem schlechten Rennen", sagte der kanadische Ex-Weltmeister der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe". Warum, sei ihm jedoch schleierhaft. Verlorener Biss, das ist der Verdacht, der in Villeneuves Worten mitschwingt.

Auch die SPORT1-User sind skeptisch. Gerade einmal elf Prozent glauben an einen Sieg Schumachers beim Saisonstart in Australien.

Mercedes fehlt eine Sekunde

Mercedes sei "ungefähr eine Sekunde von dem Punkt weg", an dem man sein wollte, bestätigte Brawn noch vor dem Wochenende.

Von 8. bis 13. März haben die Teams in Barcelona die letzte Möglichkeit vor dem Auftakt in Melbourne die Neuerungen zu testen.

Bleibt abzuwarten, ob Schumacher in Spanien Mercedes weiterhin die nötigen Impulse liefern kann.

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