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Sebastian Vettel kam 1998 ins Red-Bull-Junior-Team © getty

Sebastian Vettel verlängert seinen Vertrag mit dem Weltmeister-Team. "Als Rennfahrer willst du im schnellsten Auto sitzen."

München - Liebesbeweis für Red Bull und eine klare Abfuhr für Ferrari und Co.: Sebastian Vettel fliegt weiter auf sein Weltmeister-Team und hat seinen Vertrag mit dem österreichisch-englischen Rennstall vorzeitig um zwei weitere Jahre bis Ende 2014 verlängert.

Das gab das Team von Getränke-Milliardär Dietrich Mateschitz bekannt. 13 Tage vor dem Start der neuen Formel-1-Saison am 27. März in Melbourne feierten die "Bullen" nach dem doppelten WM-Titel von 2010 damit den ersten Sieg im Jahr 2011.

"Der Grund für meine Verlängerung bei Red Bull ist, dass ich mich bei Red Bull sehr wohl fühle. Ich bin stolz, Teil des Teams sein zu dürfen. Ich bin auch stolz auf das, was wir bisher erreicht haben und in Zukunft erreichen können", sagte Vettel: "Man muss da gar kein großes Geheimnis draus machen. Als Rennfahrer willst du immer im schnellsten Auto sitzen, weil du immer gewinnen willst. Man schaut also immer dahin, wo man das beste Paket bekommt. Und da fühle ich mich bei Red Bull im Moment sehr wohl." (STATISTIK: Die Resultate aus Barcelona).

"Ohne Red Bull wäre ich nicht hier"

Der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte hat zudem nicht vergessen, dass er von den Österreichern schon 1998 als hoffnungsvolles Nachwuchstalent ins damalige Junior-Team aufgenommen und seitdem perfekt gefördert wurde.

Nach seinen ersten anderthalb Jahren als Formel-1-Stammpilot beim kleinen Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso und dem ersten Grand-Prix-Sieg 2008 in Monza war er zum Beginn der Saison 2009 zu den "Bullen" gewechselt, mit denen er sich nach dem Vize-Titel 2009 im vorigen Jahr die WM-Krone holte.

"Ohne Red Bull wäre ich nicht hier", sagte Vettel einmal. Gedanken an Traditionsteams wie Ferrari oder Mercedes, die natürlich auch auf Vettel eine besondere Faszination ausüben, hat er mit dem erneuerten klaren Bekenntnis in eine ferne Zukunft verschoben.

Mateschitz: Kann zehn Jahre bleiben

Red-Bull-Chef Mateschitz hatte zuletzt erklärt, dass eine vorzeitige Verlängerung von Vettels Vertrag durchaus Sinn ergeben könnte. "Aus dem Grund, den er mir vor zwei Jahren gesagt hat: 'Können wir bitte einen längerfristigen Vertrag machen, damit ich endlich meine Ruhe habe?' Das sind seine Worte", sagte Mateschitz.

Nach Meinung des 66 Jahre alten Österreichers hat es sein Team selbst in der Hand, noch lange mit dem jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte zusammenzuarbeiten. "Solange sich Sebastian bei uns wohlfühlt und ein Auto hat, mit dem er gewinnen kann, überlegt er wahrscheinlich nicht wirklich, woanders hinzugehen", sagte Mateschitz: "Wenn Sebastian Lust hat, kann er zehn Jahre bleiben."

[kaltura id="0_e6o4m6jc" class="full_size" title="Vettel Nummer eins bringt nichts"]

Zehn Millionen pro Jahr

Zu dem gegenseitigen Vertrauen zwischen ihm und dem Team kommt für Vettel auch noch ein finanzieller Aspekt.

Angeblich soll mit dem neuen Vertrag sein Jahresgehalt von zuletzt geschätzten acht Millionen Euro um 25 Prozent auf künftig zehn Millionen Euro angehoben werden. Mit zusätzlichen Punkt- und Titelprämien könnte er sogar auf mehr als zwölf Millionen Euro pro Jahr kommen.

2010 hatte Vettel für seinen ersten Titel angeblich eine Extra-Prämie von drei Millionen Euro erhalten. Dazu kommen für den jungen Hessen, der zurückgezogen auf einem Bauerhof in Kemmental im Schweizer Kanton Thurgau lebt, weitere Einnahmen aus schrittweise anlaufenden neuen Werbeverträgen.

Weniger PR-Termine

Die neue Vereinbarung mit dem Team soll zudem für Vettel noch eine weitere Verbesserung beinhalten.

Der Weltmeister soll für den Rennstall nicht mehr so viele PR-Termine wie bislang wahrnehmen müssen, damit er sich mehr aufs Fahren konzentrieren kann.

Nach dem WM-Titel im vorigen Jahr war das öffentliche Interesse an Vettel immens gestiegen.

"Da zieht und zerrt jeder an einem, das kostet Kraft", sagte er zuletzt, nimmt die erhöhte Aufmerksamkeit aber dennoch gern in Kauf: "Ich bin lieber Weltmeister, als Zweiter zu sein und meine Ruhe zu haben."

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: Die News im TV auf SPORT1)

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