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Der Australier Mark Webber fährt seit 2007 für Red Bull © getty

Red Bull verlängert die Verträge mit Vettel Co., aber nicht mit seinem zweiten Piloten. Das öffnet die Tür für Spekulationen.

Von Marc Ellerich

München - Bei Red Bull hat man dieser Tag reichlich stolz die Vertragsverlängerungen mit vielen wichtigen Mitarbeitern bekannt gegeben.

Teamchef Christian Horner, Design-Guru Adrian Newey bleiben und - natürlich allen voran - Weltmeister Sebastian Vettel.

Seht her, das war die Botschaft an Konkurrenz und Weltöffentlichkeit, wir bleiben zusammen, uns bringt so schnell nichts auseinander - auch nicht die Lockrufe roter Rivalen.

Was zunächst unterging: Ein Name fehlte auf der 50-köpfigen Unterschriftenliste. Nämlich der des zweiten Red-Bull-Piloten, Mark Webber.

Horner: Später

Der Zeitpunkt sei für eine Verlängerung nicht reif, erläuterte der Red-Bull-Teamchef nun auf Nachfrage der "Press Association", wieso Webber keine vorzeitige Verlängerung seines Vertrages angeboten wurde.

Der läuft zum Ende dieses Jahres aus.

"Es ist zu früh für ihn und für uns, um jetzt solche Gespräche zu führen", sagte Horner, das werde später im Jahr passieren.

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"In einem anderen Stadium"

Webber sei "in einem anderen Stadium seiner Karriere als Sebastian", sagte der Engländer: "Mit 34 fängt er nicht gerade erst an. Er hat 160 Grands Prix absolviert. Wenn der Zeitpunkt kommt und Mark immer noch die Motivation und das Verlangen hat und er konkurrenzfähig ist, dann ist es logisch, über eine Verlängerung seines Vertrages zu sprechen."

2011 sei ein wichtiges Jahr für den Australier, der in der Vorsaison lange Zeit gegen Vettel um den Titel gekämpft hatte und schließlich WM-Dritter wurde, dabei aber oft das Gefühl hatte, er spiele nur die zweite Geige im österreichisch-englischen Rennstall.

Bisweilen unzufrieden

"Mark weiß, dass er die gleiche Unterstützung erhalten wird", meinte Horner dazu, "aber er weiß auch, dass er mit seiner Karriere nicht gerade am Anfang steht."

Erläutert habe er das alles dem im Vorjahr bisweilen unzufriedenen Australier nicht, betonte Horner. "Er ist klug genug, um damit für sich alleine umzugehen, ohne dass ich es ihm erkläre."

Zufall oder nicht, zuletzt hatte Horner in einem Interview einige interessante Äußerungen über den Weltmeister von 2008, McLaren-Star Lewis Hamilton fallen gelassen.

"Ausschließen sollte man es nicht"

"Er ist ein früherer Weltmeister, einer der Besten, die es gibt. Und er wird nicht sehr glücklich darüber sein, wenn er noch ein mageres Jahr hat", hatte Horner gesagt und das branchenübliche Dementi nachgeschoben, man wolle Hamilton nicht holen, im Moment sei Red Bull glücklich mit seinen beiden Piloten.

Auf Nachfrage hatte der Brite dann aber den vielsagenden Satz folgen lassen: "Ausschließen sollte man es nicht. Aus meiner Sicht willst du immer die zwei besten Fahrer haben."

Webber hatte vor einigen Wochen betont, er wolle seine Karriere am liebsten bei Red Bull beenden. Mal sehen, ob sein Wunsch erhört wird.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: Die News im TV auf SPORT1)

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