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Adrian Sutil wird in Australien seinen 72. Grand Prix bestreiten © getty

Adrian Sutil startet in Melbourne schon in sein fünftes Jahr bei Force India - und ist stolz darauf. Insgeheim hofft er auf Siege.

Melbourne - Bei Force India gehört Adrian Sutil schon fast zum Inventar.

Beim Saisonauftakt in Melbourne (Training, Fr. ab 6 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) startet der 28-Jährige bereits in sein fünftes Jahr beim Rennstall des indischen Bier- und Fluglinienmoguls Vijay Mallya.

"Fünf Jahre, darauf bin ich schon ein bisschen stolz. So lange halten es ja nicht viele Fahrer bei einem Team aus", sagte Sutil.

Auch wenn sein Manager im Winter den Markt sondiert und mit anderen Teams gesprochen hatte - Sutil entschied sich letztlich schnell, noch ein Jahr bei der Mallya-Truppe dranzuhängen.

"Es ist ein junges Team mit sehr hohen Zielen und einem ganz tollen Teamchef, den wahrscheinlich keiner so richtig ernst genommen hat, als er in die Formel 1 gekommen ist. Aber jetzt hat er sich wirklich etabliert, und jeder weiß, dass mit ihm zu rechnen ist", sagte Sutil.

Heimspiel in Delhi

Mallya habe das Team vorangebracht. "In diesem Jahr haben wir jetzt auch noch den Indien-Grand-Prix. Das ist schon toll", sagte der Sohn eines Musikers, der selbst in seiner Jugend schon als Pianist Konzerte gegeben hatte, bevor dann doch der Renn-Bazillus die Oberhand gewann.

Sutil, der seit gemeinsamen Formel-3-Tagen ein guter Freund von Ex-Champion Lewis Hamilton ist, will wie der Brite einmal ganz vorne landen.

"Ich bin hier, um zu gewinnen. Auf jeden Fall", meinte er: "Es wäre umso schöner, wenn das mit Force India passiert. Denn auch diese Ziele sind für Vijay Mallya nicht zu weit weg. Er möchte ganz nach vorne. Das finde ich toll, und ich hätte kein Problem damit, das hier noch zu erleben."

Augen auf nach Alternativen

Sollte das Potenzial von Force India aber irgendwann zu früh erschöpft sein, würde sich Sutil aber nach Alternativen umschauen.

"Man muss immer schauen, was möglich ist, ob man in einem der Top-Teams unterkommt. Aber die Plätze sind in den wenigen Top-Teams auch begrenzt", sagte Sutil, für den der Titel "mein Traum" wäre.

Top 10 das erklärte Ziel

Also stürzt er sich lieber bei seinem aktuellen Team in die Entwicklungsarbeit, um das Auto, das bei den letzten Testfahrten nicht überzeugt hatte, zu verbessern.

"Im letzten Jahr haben wir gut angefangen und dann nachgelassen. Vielleicht läuft es in diesem Jahr anders herum. Es wäre super, wenn es klappen könnte", meinte Sutil, der auf jeden Fall den Schritt in die Top 10 machen will.

"Ich war punktgleich mit Rubens Barrichello, aber leider nur Elfter. Das hat mich natürlich schon ein bisschen gestört", sagte Sutil, der für dieses Jahr sich "Platz acht, neun, zehn" vornimmt.

"Schumacher ist ein Held"

Ob es dann auch weiterhin Duelle mit Rekordweltmeister Michael Schumacher geben wird, ist fraglich, denn ihm und seinem Mercedes-Team traut Sutil eine Steigerung zu: "Ich glaube, Mercedes ist ein Team, das früher oder später um die WM fahren wird. Und Michael hat es bestimmt auch noch drauf."

Was Sutil 2010 in einigen direkten Duellen aus nächster Nähe begutachten durfte.

"Es hat immer Spaß gemacht", sagt Sutil zu den Kämpfen mit Schumacher, die für ihn schon außergewöhnlich waren.

"Er ist ein Held der Formel 1, das darf man nicht vergessen. Wenn man dann noch in einem Force India gegen einen Mercedes mit Michael Schumacher kämpft, ist das ein gutes Gefühl. Wenn man ihn dann noch überholen und schneller fahren kann, dann ist das was Besonderes."

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