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Jubelten schon in Melbourne gemeinsam: Sebastian Vettel (l.) und Lewis Hamilton © getty

Bekommt Sebastian Vettel bald einen neuen Rivalen bei Red Bull? Seine Chefs loben McLarens Ex-Champ Lewis Hamilton in höchsten Tönen.

Von Julian Meißner

München - Neue Konkurrenz für den Weltmeister?

Seinen Teamkollegen Mark Webber hat Sebastian Vettel spätestens mit dem Titelgewinn 2010 in die Rolle des Beifahrers gedrängt, doch schon bald könnte der deutsche Champion einen neuen Rivalen bekommen.

McLarens Lewis Hamilton wird vermehrt mit Red Bull Racing in Verbindung gebracht.

"Sicher ist Hamilton von seiner Aggressivität und seinem Speed her immer ein Thema", zitiert die "Sportbild" nun Red Bulls Motorsport-Boss Helmut Marko.

Webber unter Druck

Allerdings müsse man "zuerst sehen, wie die Saison von Mark läuft und wie er sich entscheidet", so der Österreicher.

Doch Webbers Aus - zumindest bei Red Bull - nach der Saison gilt als beschlossene Sache. Der 34-jährige Australier müsste schon Überflieger Vettel in die Schranken weisen, um weiter beim Team der Stunde bleiben zu dürfen. Danach sieht es beileibe nicht aus.

Anspielungen von Horner

"Unsere Philosophie ist, die schnellsten Fahrer in einem Team fahren zu lassen", sagen Marko und Teamchef Christian Horner unisono.

Da wäre Hamilton, der Champion von 2008, nicht die schlechteste Wahl als Nebenmann für Melbourne-Dominator Vettel (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Horner hatte schon vor dem Rennen in Australien über seinen Landsmann gesagt: "Er ist ein früherer Weltmeister, einer der Besten, die es gibt. Und er wird nicht sehr glücklich darüber sein, wenn er noch ein mageres Jahr hat."

2010 war McLaren letztlich chancenlos im Kampf um den Titel gewesen.

RB7 das Maß der Dinge

Und auch wenn die Chrom-Crew beim Auftakt 2011 besser agierte, als die meisten Experten es ihr nach den Wintertests zugetraut hatten, war Hamilton der Frust über den massiven Rückstand zu Adrian Neweys Wunderwaffe RB7 deutlich anzusehen.

Der Vertrag des 26-Jährigen, der bei McLaren schon das Jugendprogramm durchlief, läuft noch bis einschließlich 2012.

Doch ist darin offenbar eine Klausel enthalten, die einen Wechsel ermöglicht, sollte das Team Hamilton kein siegfähiges Auto zur Verfügung stellen.

Schuften für Hamilton

Bei McLaren wird man nun fieberhaft arbeiten, um mit dem MP4-26 im Entwicklungsrennen schnellstmöglich einen Schritt nach vorne zu machen und Red Bull ernsthaft zu attackieren - am besten schon beim Grand Prix von Malaysia in zehn Tagen (DATENCENTER: Der Rennkalender).

Nicht nur, um den Titel weiter im Auge zu behalten, sondern auch, um den Top-Star des Teams bei Laune zu halten.

Sonst könnte sich Vettel vielleicht schon bald mit einem neuen Gegner messen, auf Augenhöhe im derzeit schnellsten Auto des Feldes.

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