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Robert Kubica zog sich seine schweren Verletzungen bei einer Rallye in Andorra zu © getty

Der Rennfahrer spricht über seine Genesung. Sein Arzt ist vorsichtig optimistisch - legt sich aber nicht fest.

Von Tobias Wiltschek

München - Robert Kubica befindet sich auf dem Weg der Besserung. In gut einer Woche will er das Krankenhaus wieder verlassen.

Doch auch zehn Wochen nach seinem schweren Rallye-Unfall Anfang Februar (Bericht) ist noch nicht klar, ob und wann der Pole in die Formel 1 zurückkehren kann.

"Wegen seiner Verletzungen an Hand, Bein, Schulter und Ellbogen ist Robert eigentlich drei Patienten in einem", erklärte sein behandelnder Arzt Dr. Ricciardo Ceccarelli.

Hand bereitet die größten Probleme

Die größten Probleme bereiten dem 26-Jährigen die Verletzungen an der rechten Hand. "Der Wiederaufbau der Nerven ist der langwierigste Prozess", sagte der Arzt. "Deshalb kann man in den ersten vier Monaten schwer sagen, wie gut die Heilung verlaufen wird."

Kubica habe schon wieder "viel Gefühl, aber nicht an jeder Stelle", so der Spezialist: "Die Hand wird wieder gut einsetzbar sein." Kubicas verletztes Bein bereite wenig Probleme.

Zu einem eventuellen Comeback von Kubica auf der Rennstrecke äußerte sich Ceccarelli vorsichtig optimistisch: "Wir müssen der Natur ihren Lauf lassen. Aber da wir Robert kennen, sind wir zuversichtlich, dass er sich gut erholt."

Kubica: "Stärke und Gewicht nehmen zu"

Zuversichtlicher ist der Pilot selbst, der in dieser Saison von Nick Heidfeld im Renault vertreten wird. "Meine Genesung geht in die richtige Richtung: meine Stärke und mein Gewicht nehmen jeden Tag zu ", berichtete Kubica in einem Interview aus dem Krankenhaus.

"Ich werde versuchen, meine schwierige Erfahrung zu nutzen, damit ich so stark wie nur möglich zurückkomme."

Die Mobilität seiner Hand sei eingeschränkt, erzählte der Krakauer: "Aber das ist in so einer Situation normal, denn die dort befindlichen Muskeln sind nach wie vor sehr schwach, weil sie so lange unbeweglich waren."

Umfangreiches Reha-Programm

Er werde nach einer kurzen Erholungspause in seiner Wahlheimat Monaco nach Italien zurückkehren und dort ein umfangreiches Reha-Programm beginnen. Mindestens vier Personen würden Kubica während der Reha täglich sechs bis acht Stunden betreuen.

Danach würde er am liebsten seine Rückkehr in den Formel-1-Zirkus bekanntgeben.

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