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Fernando Alonso wurde bisher zwei mal Formel-1-Weltmeister © getty

Fernando Alonso hat den WM -Titel noch nicht abgeschrieben. Es sei wichtig, Vettels "Lauf so schnell wie möglich zu stoppen."

Barcelona - Ferrari-Pilot Fernando Alonso hat den Kampf um den WM-Titel trotz 52 Punkten Rückstand auf Weltmeister Sebastian Vette noch nicht aufgegeben.

"Jeder Fahrer hat Schwachpunkte, jetzt müssen wir seinen finden und Druck auf ihn ausüben", sagte Alonso in einem Interview mit der "FAZ": "Es ist wichtig, seinen Lauf so schnell wie möglich zu stoppen." (Ferrari-Boss schlägt Alarm)

Vor seinem Heimrennen in Barcelona (Rennen So., ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) liegt der zweimalige spanische Formel-1-Weltmeister nach vier WM-Läufen mit 41 Punkten auf Rang fünf der Fahrerwertung deutlich hinter Spitzenreiter Sebastian Vettel (93). (DATENCENTER: WM-Stand)

Alonso: Vettel hat das beste Auto

Vettel befinde sich in einer privilegierten Situation, er habe einen komfortablen Vorsprung und das beste Auto im Feld.

Die Vergangenheit habe aber gezeigt, dass man solche Rückstände aufholen könne. "Wir müssen hart an uns arbeiten, wir müssen Rennen gewinnen - und dann können wir noch einmal zurückkommen", meint Alsonso. (Bericht: Alonso fordert mehr Mut).

Lob für Vettel

Seinem Konkurrenten sprach der zweimalige Weltmeister dennoch ein großes Lob aus.

"Auch im vergangenen Jahr gab es schon diese Dominanz von Red Bull, aber Vettel und Webber haben sich die Siege aufgeteilt", sagte Alonso: "In dieser Saison hat Sebastian einen großartigen Job gemacht. Er ist fantastisch gefahren und verdient all die Siege und Pole-Positionen. Er wirkt noch stärker als 2010."

Mehr Manager als Racer

Mit KERS, DRS und den neuen Pirelli Reifen hat sich die Formel 1 im Gegensatz zu 2010 allerdings auch stark verändert.

[kaltura id="0_do2pfk7q" class="full_size" title="Streckenvideo Barcelona"]

Doch der Vize-Weltmeister steht den neuen Regeln grundsätzlich positiv gegenüber, ihm sei es deshalb aber nur im Qualifying möglich ans Limit zu gehen.

"Im Rennen müssen wir hingegen auf die Reifen achten, so dass sie vielleicht mal zwei oder drei Runden länger halten", erklärte Alonso. Manchmal bist du ein Reifenmanager und kommst deshalb vielleicht nur noch bis zu sechzig Prozent an dein eigenes Limit heran. Aber jeder von uns muss damit klarkommen."

Schumi kein WM-Kandidat

Michael Schumacher ist für den Spanier momentan kein ernsthafter WM-Kandidat - außer "wenn er in einem Red Bull sitzen würde".

Im Silberpfeil traut Alonso dem Rekord-Weltmeisters den großen Wurf allerdings nicht zu: "Mercedes durchläuft derzeit ein paar Höhen und Tiefen. Das macht es für Michael nicht einfacher."

Trotzdem habe er noch sehr großen Respekt vor Schumacher. Er sei immer noch einer der Besten.

Auch nach 2016 bei Ferrari?

Alonso hatte am Donnerstag seinen Vertrag bei Ferrari vorzeitig bis 2016 verlängert. (Bericht: "Rentenvertrag" für Alonso)

"Ich werde dann 35 Jahre alt sein, und vielleicht ist es dann genug für mich. Wenn alles in Ordnung und Ferrari zufrieden mit mir ist, können wir vielleicht noch mal verlängern", sagt der 29 Jahre alte Vize-Weltmeister.

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