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Sebastian Vettel hat in dieser Saison fünf von sechs Rennen gewonnen © getty

Der Weltmeister kann in Kanada mit einem Trio gleichziehen. Mit dem Rotlicht-Viertel will er aber nichts mehr zu tun haben

Von Björn Seitner

München - Ins Buch der Weltmeister hat sich Sebastian Vettel bereits eingetragen.

Beim Kanada-Grand-Prix (1. Training, Do., ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) greift der Red-Bull-Pilot nun auch den Start-Rekord der Königsklasse an.

Sechs Siege aus sieben Rennen, das haben bisher nur Michael Schumacher (1994 und 2004), Jenson Button (2009) und Jim Clark (1965) geschafft. (DATENCENTER: Der Rennkalender 2011)

Vettels Dominanz in dieser Saison ist mehr als beeindruckend. Nach fünf Siegen und einem zweiten Platz kann der 23-Jährige in Montreal die Bestmarke des Trios einstellen.

Und der Heppenheimer verspricht sich nicht zurückzulehnen: "Wir wollen auf Attacke fahren."

Vettel würde nicht gegen sich wetten

Lediglich die Tatsache, dass der Weltmeister in Kanada noch nicht gewonnen hat, lässt seine Verfolger hoffen.

Geändert haben sich die Zahlen in den Wettbüros deshalb aber nicht. Vettel bleibt der Favorit, gegen ihn zu wetten verspricht eine hohe Quote.

"Das würde ich nicht tun", gibt er sich selbstbewusst, weiß jedoch auch: "Die WM ist sicher noch nicht entschieden."

"Vor allem McLaren ist auf dieser Piste immer sehr stark", erklärt Vettel der Schweizer Tageszeitung "Blick". Dennoch erwarte er "einen weiteren Sieg".

Kubicas Unfall in Montreal

Zum vierten Mal kehrt Vettel an die Stelle zurück, die indirekt den Beginn seiner Karriere markierte.

Als Robert Kubica 2007 im BMW-Sauber einen schweren Unfall auf dem Circuit Gilles Villeneuve fast unverletzt überstand, kam Vettel beim nächsten Rennen in Indianapolis als Ersatzmann für den Polen zum Zug.

Bei seinem Debüt in den USA sicherte er sich auf Anhieb Platz acht und seinem Team als jüngster Fahrer aller Zeiten einen WM-Punkt.

[kaltura id="0_ag4vs6sj" class="full_size" title="Eine Runde mit Vettel in Kanada"]

Selbstgemachte Sandwiches

Seitdem hat sich viel getan, und nun reist Vettel als Weltmeister nach Kanada.

Sein Essen macht er sich aber immer noch am liebsten selbst. Für den mehr als siebenstündigen Flug nach Nordamerika habe er sich "von mir in Ellighausen selbstgemachte Sandwiches" mitgebracht.

Schlafen sei im Flugzeug ohnehin "verboten", erklärt der WM-Leader: "Das wäre auf diesem Flug Gift, da wir ja um 15 Uhr in Montreal landen." (DATENCENTER: WM-Stand)

"Ich muss dort so schnell wie möglich in den Montreal-Rhythmus kommen", sagt Vettel - "zwei Action-Filme" sollen dabei helfen.

Besuch im "Sex-Lokal"

Zum "Montreal-Rhythmus" soll nach Meinung des Red-Bull-Piloten aber nicht mehr gehören, dass er wie 2007 einen Abend in einer zwielichtigen Gegend verbringt.

"Die Sauber-Mechaniker schleppten mich eines Abends in eines dieser berühmten Sex-Lokale", erklärt Vettel rückblickend.

"Als sich dann zwei Mädchen direkt vor meinen Augen miteinander beschäftigten, war das für mich einfach zu hart. Ich habe das Lokal verlassen", so Vettel.

Auch wenn er in Montreal seinen ersten Sieg feiert, wird er das Rotlichtviertel wohl definitv nicht mehr besuchen.

Die Einstellung des Start-Rekords würde Vettel sicher auch reichen.

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