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Jenson Button feierte beim Rennen in Montreal seinen zehnten Grand-Prix-Erfolg © getty

Nach dem Montreal-Erfolg sieht sich McLaren als erster Verfolger des Weltmeisters. Button versprüht Zuversicht, Alonso hofft.

London - Die Verfolger von Weltmeister Sebastian Vettel haben den Kampf um den WM-Titel noch lange nicht aufgegeben.

Vor dem achten Formel-1-Rennen am 26. Juni in Valencia fühlt sich insbesondere McLaren-Mercedes als Jäger des deutschen Red-Bull-Piloten. (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer)

Der Optimismus bei McLaren ist keinesfalls unbegründet.

Immerhin gelang in diesem Jahr bisher nur Lewis Hamilton beim Grand Prix von Schanghai und Jenson Button in Montreal (Bericht) das Kunststück, Vettel zu schlagen. 417508(DIASHOW: Das Rennen in Montreal)

Euphorie nach Button-Sieg

"Jensons fantastischer Sieg in Kanada ist ein großer Ansporn für das gesamte Team. Unsere kontinuierliche Arbeit am Auto zahlt sich nun endlich aus", sagte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.

Das sei enorm wichtig und ein Resultat der sehr guten Teamarbeit.

Für Whitmarsh sind die Ziele klar definiert: "Wir sind mitten in der Saison und kämpfen um die Weltmeisterschaft. In Valencia und den folgenden Rennen wollen wir gewinnen."

Auch Button äußerte sich zuversichtlich: "Wir haben bewiesen, dass wir Sebastian besiegen können, und wir wissen, dass wir in der Lage sind, um den Titel zu kämpfen."

Hamilton: "Zurück in die Spur"

Dagegen will Teamkollege Hamilton in Valencia "zurück in die Spur finden".

Der Weltmeister von 2008 hatte beim Großen Preis von Kanada zum wiederholten Mal für Aufsehen gesorgt, als er mit Button kollidierte.

Schon zwei Wochen zuvor war Hamilton in Monaco mit Felipe Massa (Ferrari) und Pastor Maldonado (Williams) aneinandergeraten.

"Das war sehr frustrierend für mich. Wir hatten in den letzten drei Rennen das schnellste Auto, für mich zählt nur der Sieg", sagte Hamilton.

Alonso gibt nicht auf

Auch Vize-Weltmeister Fernando Alonso rechnet sich in seinem Ferrari zumindest noch theoretische Chancen aus.

"Nein, der Titel ist noch nicht weg. Mathematisch besteht immer noch die Chance, ihn zu erreichen", sagte der 29-jährige Spanier:

"Jeder kann zu jedem Zeitpunkt ausscheiden, das hat die Vergangenheit gezeigt."

Prinzip Hoffnung

Die Chancen auf seinen dritten WM-Titel seien zwar nicht besonders groß, aber er werde defintiv nicht aufgeben und weiter kämpfen.

Bei Ferrari könne man nur auf Fehler von Vettel warten und versuchen, in jedem Rennen das bestmögliche Ergebnis einzufahren.

Vettel unangefochten

Nach sieben von 19 WM-Rennen führt Vettel die Fahrerwertung mit 161 Punkten souverän an.

60 Zähler hinter dem 23-jährigen Heppenheimer rangiert Button auf Rang zwei.

Dritter ist Vettels australischer Red-Bull-Teamkollege Mark Webber (94 Punkte).

Hamilton (85) und Alonso (69) folgen auf den Plätzen vier und fünf.

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