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Robert Kubica begann seine Formel-1-Karriere 2006 bei BMW-Sauber © getty

Robert Kubica hat keine Erinnerungen an seinen schweren Rallye-Unfall. Nächstes Jahr will er wieder in der Formel 1 starten.

Von Julian Meißner

München - Licht am Ende des Tunnels: Robert Kubica plant seine Rückkehr in die Formel 1 für 2012.

"Ja zur ersten Frage. Zur zweiten: Da müssen wir bis zum ersten Test 2012 warten", antwortete Kubica in einem Fan-Chat des Renault-Rennstalls auf die Fragen, ob er nächstes Jahr wieder starten und um die WM kämpfen werde.

Zuletzt war spekuliert worden, der im Februar bei einer Rallye verunglückte Pole könne noch 2011 ins Cockpit zurückkehren. In dem Falle müsste sein Ersatz Nick Heidfeld das Feld räumen (BERICHT: "Quick Nicks" Equipe zwischen den Stühlen).

Doch auch wenn die Genesung des 26-Jährigen gut vonstatten geht, scheint sein Gesundheitszustand einen Einsatz in der Formel 1 frühestens wieder beim Saisonfinale 2011 in Brasilien oder aber - wesentlich wahrscheinlicher - im nächsten Jahr zuzulassen.

Keine Erinnerungen

"Körperlich bin ich noch etwas schwach, aber mein allgemeiner Zustand ist ziemlich gut", erklärte Kubica: "Mein Gewicht ist wieder auf einem normalen Level, und seit ein paar Wochen kann ich wieder ohne Hilfe gehen. Alles in allem fühle ich mich ziemlich gut."

Erinnerungen an seinen schweren Unfall hat Kubica nicht: "Es ist also für mich, als ob er nie passiert wäre."

Bei dem 347832Crash im Rahmen der italienischen Rallye Ronda di Andora hatte sich Kubica multiple Frakturen zugezogen, besonders die rechte Hand wurde in Mitleidenschaft gezogen. Sogar eine Amputation drohte (BERICHT: Kubica schwer verunglückt).

Comeback-Zeitpunkt ungewiss

"Ich bin zufrieden, wie die Dinge vorangehen", sagte er nun: "Die Besserung entspricht den Erwartungen, und zum Glück gibt es keine Komplikationen, die die den Heilungsprozess beeinträchtigen."

Das Rennfahren liege ihm im Blut ("Man vergisst doch auch nicht, wie man Fahrrad fährt"), doch es sei noch zu früh, den Zeitpunkt seiner Rückkehr klar zu beziffern: "Entscheidend ist das Ergebnis, nicht die Eile."

Renault-Teamchef Eric Boullier hatte am Mittwoch erklärt, es gebe eine klare Vereinbarung, wonach Heidfeld weichen müsste, sollte Kubica vorzeitig wieder fit werden.

"Job noch nicht beendet"

Der Mönchengladbacher war kurz vor Saisonstart für seinen ehemaligen BMW-Sauber-Teamkollegen eingesprungen.

Kubica lässt keinen Zweifel daran, dass er sich seinem jetzigen Team mit Sitz im britischen Enstone verpflichtet fühlt.

"Ich bin ein Fahrer von Lotus Renault GP", sagte er: "Ich kann diese Saison nicht fahren, aber ich fühle, dass mein Job in Enstone noch nicht beendet ist."

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