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Lewis Hamilton gewann das Rennen in Spa im vergangenen Jahr © dpa Picture Alliance

Ende der Sommerpause: McLaren richtet vor dem Belgien-Grand-Prix eine Kampfansage an den WM-Leader. Alonso bleibt Realist.

Von Julian Meißner

München - Die Akkus sind wieder aufgeladen: Voller Tatendrang blicken die Formel-1-Piloten nach dem Ferienende voraus auf den traditionsreichen Belgien-Grand Prix am Wochenende (Freies Training, Freitag, ab 10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Gerade McLaren will das erste Rennen nach der Sommerpause nutzen, um weiter Boden auf Weltmeister und Liga-Primus Sebastian Vettel gutzumachen.

"Wir sind mehr als bereit für diesen Kampf", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh, und Lewis Hamilton sagte: "Wir gehen aus einer günstigen Position in das Renn-Wochenende - wir haben die vergangenen zwei Grands Prix gewonnen, das Auto fühlt sich stark an."

Hamilton, für den Spa "schon immer eine meiner Lieblingsstrecken war", meinte: "Ich kann es kaum erwarten, wieder ins Auto zu kommen." Vor allem die Erinnerungen ans letzte Jahr dürften den Briten beflügeln. 2010 triumphierte er im belgischen Regenchaos.

Button voller Zuversicht

Auch Budapest-Sieger Jenson Button zeigt sich hochmotiviert: "Es hat sich toll angefühlt, mit dem Ungarn-Sieg im Rücken in die Sommerpause zu gehen." Seine Kampfansage: "Unser Ziel ist es, Druck auf die WM-Führenden auszuüben, speziell Red Bull."

Den WM-Kampf sieht er noch längst nicht entschieden: "Wir haben drei der letzten fünf Rennen gewonnen. Wir müssen unseren Kurs beibehalten und wer weuiß, was noch passiert", zitiert ihn die "Sun".

Dabei zieht der Champion seine Zuversicht nicht nur aus dem Triumph im Spektakel von Budapest, sondern auch aus den Besonderheiten des anstehenden zwölften Saisonrennens (DATENCENTER: Rennkalender und Kurse).

Wetterlotto in den Ardennen

In Ungarn hätte man sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen gewinnen können", so Button: "Das sollten wir in Spa im Hinterkopf behalten."

Der Kurs in den Ardennen ist berühmt für wechselhafte Bedingungen.

Vettel hat etwas gutzumachen

Weniger gut sind die Erinnerungen Buttons an den Großen Preis von Belgien im letzten Jahr: Vettel schoss den Briten ab und beendete dessen Rennen vorzeitig.

Der Deutsche, der beim Urlauben in Kroatien gesichtet wurde, hat ohnehin etwas gutzumachen. Seit drei Rennen ist Vettel ohne Sieg, wenngleich sein Vorsprung in der Fahrerwertung mit 86 Punkten immer noch mehr als komfortabel ist (DATENCENTER: Die Fahrer-WM).

"Wir müssen hoffen, dass Vettel ein paar Fehler macht oder Probleme hat", weiß Ferrari-Star Fernando Alonso, Vierter im Klassement hinter Vettel, dessen Teamkollege Mark Weber und Hamilton.

Webber-Entscheidung naht

Was Webber angeht, wird am Wochenende Spruchreifes zu seiner Zukunft im Red-Bull-Rennstall erwartet.

Der Australier, dessen Vertrag Ende der Saison ausläuft, wird dem Vernehmen nach ein weiteres Jahr für das Weltmeisterteam an den Start gehen - eine Entscheidung wurde für Ende August angekündigt.

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