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Force-India-Fahrer Adrian Sutil bestritt in seiner bisherigen Karriere 88 Grands Prix © dpa Picture Alliance

Adrian Sutil ist davon überzeugt, dass er ein Cockpit für das Jahr 2012 ergattert. Force India sei nicht die einzige Option.

Von Olaf Mehlhose

München - Sorgen macht sich Adrian Sutil nicht.

Der 28-Jährige ist nach wie vor davon überzeugt, dass er sich im Kampf um die begehrten Steuer der Königsklasse erfolgreich behaupten kann. (BERICHT: Kampf um die besten Plätze)

Auch die Tatsache, dass sich die Entscheidung über die Fahrerpaarung für 2012 bei Force India weiter hinauszögert, trübte seinen Optimismus nicht. (NEWS: Entscheidung bei Force India vertagt)

Genauso wenig wie die allseits vertretene Ansicht, dass er deutlich schlechtere Karten habe als seine Teamkollegen Nico Hülkenberg und Paul di Resta.

Sutil hat mehrere Optionen

"Ich würde zu 100 Prozent davon ausgehen, dass ich im nächsten Jahr in der Formel 1 fahre", sagte Sutil auf einer Pressekonferenz am Rande des Großen Preis von Abu Dhabi (Fr., ab 10 Uhr im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

Der indische Rennstall sei allerdings nicht sein einziger Ansprechpartner. (SERVICE: WM-Stand Teams)

"Es ist nicht so, dass Force India über meine Zukunft entscheidet", stellte der derzeitige WM-Elfte klar.

Interesse von Williams

Damit dürfte er nicht ganz Unrecht haben: Sutil gilt weiterhin als aussichtsreicher Kandidat auf einen Sitz beim Williams-Team, wo das Aus von Rubens Barrichello anscheinend beschlossene Sache ist.

Zu Verhandlungen mit Williams wolle sich der Wahl-Monegasse jedoch nicht äußern. "Ich gehe aber davon aus, dass meine Zukunft bald geklärt wird", erklärte Sutil vielsagend.

[kaltura id="0_3mw5zbnf" class="full_size" title="Streckenvorstellung Abu Dhabi"]

"Iceman" bestätigt Verhandlungen

Hauptkonkurrent im Kampf um das Williams-Cockpit ist niemand Geringerer als Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen. Der Finne, der damit nach zwei Jahren in der Rallye-WM sein Formel-1-Comeback geben würde, bestätigte Verhandlungen mit dem britischen Traditionsteam.

"Wir haben mit Williams gesprochen, aber es gibt noch keine Einigung", sagte Räikkönen der finnischen Tageszeitung "Turn Sanomat".

Angst vor Eingewöhnungsproblemen hat der inzwischen 32-jährige "Iceman" jedoch nicht: "Ich habe das für die meiste Zeit meines Lebens gemacht. Es wäre eine viel größere Herausforderung, etwas Anderes zu tun."

Neben Räikkönen und Barrichello gelten die beiden Nachwuchspiloten Jules Bianchi und Valtteri Bottas als Anwärter auf ein Cockpit bei Willams.

Hängepartie geht weiter

Nervös wird Sutil angesichts der zahlreichen Rivalen jedoch nicht. "Ich denke, dass ich nach so vielen Jahren, in denen ich gute Arbeit geleistet habe, nicht zittern und über meine Zukunft, oder etwas anderes, nachdenken muss", sagte er.

Einzig die Hängepartie bei Force India störte ihn ein wenig. Ursprünglich wollte Teambesitzer und Selfmade-Milliardär Vijay Mallya die neue Besetzung vor dem Abu-Dhabi-Grand-Prix bekannt geben. (NEWS: Klarheit für "Hülk" und Sutil)

Nun ist von einer Entscheidung zwischen den Rennen im arabischen Emirat und dem Saisonfinale in Brasilien die Rede.

"Alles, was sich hinauszögert, spürst du in Bezug auf die Leistung. Das gilt sowohl für mich, als auch das Team", sagte Sutil: "Wir sind uns alle einig, dass wir so schnell wie möglich Klarheit haben sollten."

Sutil weiß mehr

Im Gegensatz zur herrschenden Meinung scheint der Deutsche noch an eine Chance bei Force-India zu glauben.

Er habe weiterhin ein sehr gutes Verhältnis zu Mallya, betonte der 88-malige Grand-Prix-Starter.

"Vijay ist mir gegenüber sehr loyal, und ich bin ihm gegenüber sehr loyal. Das ist wichtig", beteuerte Sutil, der anklingen ließ, dass er mehr Informationen habe als die versammelten Pressevertreter: "Er hat mir einige Dinge erzählt, die ich im Moment nicht mit euch teilen kann."

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