vergrößernverkleinern
Lewis Hamilton konnte in seiner Karriere bisher 17 Formel-1-Rennen gewinnen © getty

Die Kritik an seinem Fahrstil stößt bei Hamilton auf taube Ohren. Nach einem "desaströsen Jahr" will er wieder an die Spitze.

München - Für Lewis Hamilton ist Formel-1-Champion Sebastian Vettel in diesem Jahr der absolut logische Weltmeister, 2012 will der Brite nach einem für ihn enttäuschenden Jahr aber auf Augenhöhe mit Vettel sein.

"Wir werden vom Start weg vorne mitkämpfen, davon bin ich überzeugt", sagte der McLaren-Pilot vor dem Saisonfinale am Sonntag in Sao Paulo (Training, Fr., ab 13 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) dem Fachmagazin "Speedweek". (SERVICE: WM-Stand der Fahrer)

Da, wo Vettel jetzt ist, will Hamilton wieder hin: an die Spitze.

"Er hat einen fantastischen Job abgeliefert, so gut wie keine Fehler gemacht und das Optimum herausgeholt. Der WM-Titel war die logische Folge davon", sagte der Weltmeister von 2008 über den Champion der Jahre 2010 und 2011.

"Desaströses Jahr"

Hamilton, der nach einem Formtief zuletzt in Abu Dhabi nach Vettels frühem Ausfall zu seinem dritten Saisonsieg gefahren war, hatte sich dagegen in diesem "desaströsen Jahr" zahlreiche Fehler geleistet und war oft auf der Strecke mit Konkurrenten aneinandergeraten. 481985(DIASHOW: Bilder des Rennens)

Meist mit seinem "Lieblingsgegner" Felipe Massa, aber auch mal mit seinem eigenen Teamkollegen Jenson Button.

Hamilton selbstkritisch

Allerdings zeigt sich der Brite durchaus selbstkritisch.

"Im Vorjahr hatte ich mit einigen Problemen am Auto und mit Fahrfehlern zu kämpfen, in diesem Jahr sind es sicher mehr Fahrfehler als technische Defekte", sagte Hamilton.

Es habe zwar auch Strategiefehler des Teams gegeben, aber Details über die möglichen Gründe für die schwankende Formkurve seines Rennstalls will er nicht nennen.

"Das würde nach meinem Geschmack zu sehr nach Ausreden klingen", sagte er.

Leistung von Trennung unberührt

Zwar räumte er ein, dass er in seinem Leben durch den Wechsel des Managements und die Trennung von Pop-Star Nicole Scherzinger "viele Dinge neu ordnen" musste.

Einen Einfluss auf seine fahrerischen Leistungen habe das aber nicht gehabt, beteuerte er.

Nur Whitmarsh darf kritisieren

Seinen oft kritisierten aggressiven Fahrstil will er auch in Zukunft nicht ändern.

"Nein, dazu sehe ich keinen Grund. Und wer bitte schön soll mir denn sagen, wie ich fahren soll? Ich sage ja auch niemandem, wie er sich kleiden soll. Ich habe kein Recht dazu, jemandem etwas vorzuschreiben. Und umgekehrt ist das auch so - vielleicht mit Ausnahme von meinem Boss Martin Whitmarsh", sagte Hamilton.

"Ich bin möglicherweise der härteste Arbeiter im Feld. Ich will mich ständig verbessern. Dazu gehört aber nicht, etwas an meinem Fahrstil zu ändern."

Aussprache mit Massa

Einer Aussprache mit Massa steht er dagegen offen gegenüber.

"Ich würde mit Felipe gerne reinen Tisch machen, aber wir müssen uns auf halbem Weg treffen. Von ihm muss auch etwas kommen", sagte Hamilton.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel