vergrößernverkleinern
Jorge Sutil (l.) leidet mit seinem wegen Körperverletzung verurteilten Sohn Adrian (r.) mit © imago

Jorge Sutil ist vom Verhalten des McLaren-Piloten enttäuscht und attackiert Hamilton. Der Schock nach dem Urteil ist verdaut.

München - Nach dem harten Gerichtsurteil gegen seinen Sohn Adrian hat Jorge Sutil heftige Kritik am früheren Formel-1-Champion Lewis Hamilton geübt.

"Für einen großen Weltmeister ist das ein ziemlich schwaches Verhalten. Ich würde mich schämen", sagte der Vater des Formel-1-Piloten dem "Münchener Merkur".

Nach seiner Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten und 200.000 Euro wegen gefährlicher Körperverletzung hatte schon Sutil junior, der 2012 ohne Cockpit ist, gesagt: "Lewis ist ein Feigling." (BERICHT: Sutil kündigt Hamilton die Freundschaft)

"Er hat sich nicht einmal persönlich gemeldet"

Das Verhaltens Hamiltons, der im Prozess aus terminlichen Gründen nicht aussagte und für Sutil nach dessen Angaben nicht erreichbar war, ist in den Augen des Vaters "wirklich peinlich. Da hat sich mein Sohn einen falschen Freund ausgesucht."

Hamilton habe oft bei seinem Sohn angerufen, wenn er private Probleme gehabt habe:

"Und in einer Situation, in der Adrian Unterstützung bräuchte, lässt er über sein Team mitteilen, dass er einen anderen Termin hat. Aber er hat sich nicht einmal persönlich gemeldet."

Sutil braucht Abstand

Der größte Schock nach dem Urteil ist nach Angaben von Jorge Sutil inzwischen verdaut (NEWS: Alles zum Motorsport).

"Der Schreck ist vorbei. Das Ganze ist furchtbar unangenehm für ihn. Er war noch nie mit so etwas konfrontiert. Ich hätte nie gedacht, dass er in eine solche Situation gerät."

Dennoch müsse sein Sohn "Abstand gewinnen, um dann die nächsten Schritte zu unternehmen".

Auf die Formel 1 sei er "zurzeit nicht so gut zu sprechen".

Jorge Sutil nicht beim Prozess

Den Prozess in München hatte der Vater übrigens nicht vor Ort verfolgt.

"Es waren viele Freunde da, die mich informiert haben", sagte er: "Persönlich wollte ich nicht erscheinen. Mein Sohn hatte mir gesagt: Mir ist lieber, wenn du zu Hause bleibst."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel