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Nico Hülkenberg gint in der Formel 1 erstmals 2010 beim Bahrain-GP an den Start © getty

Der C32 läuft wie ein Uhrwerk - für Hülkenberg eine neue Situation. Kaltenborn will nicht "irgendeine Enttäuschung" sein.

Jerez - Immer wieder blitzt dieses Lächeln bei Nico Hülkenberg auf. Ein wissendes Lächeln, ein zufriedenes Lächeln.

Der 25-Jährige hat bei seinem neuen Team Sauber einen perfekten Einstand gefeiert, in zwei Tagen 178 Runden auf dem Circuito de Jerez ohne Probleme absolviert und dabei angedeutet, welches Potenzial in ihm und im Schweizer Team schlummert.

"Ich fliege jetzt erstmal nach Hause und lasse das alles sacken", sagte Hülkenberg. (671553DIASHOW: Die Tests in Jerez)

Viele Sorgen nimmt der Emmericher nicht mit auf die Reise: "Wir hatten zwei sehr produktive Tage und haben eine gute Grundlage."

Neue Situation für Hülkenberg

So richtig aus der Reserve locken lassen will sich Hülkenberg aber trotzdem nicht.

Zwar betont er, dass der neue Sauber "ein schnelles Auto ist", doch wohin der Weg wirklich für ihn führt, lässt er offen:

"Es ist jetzt unmöglich zu sagen, ob man ein Siegerauto hat oder nicht. Ich habe diese Situation auch noch nicht gehabt, wo ich beim ersten Test gesagt habe: Das Auto fühlt sich gut an, und dann später damit Siege geholt."

Kaltenborn hebt nicht ab

Immerhin läuft der C32, der bei seiner Vorstellung mit den sehr schmalen Seitenkästen für große Aufmerksamkeit bei den Experten gesorgt hatte, wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk.

Als "Geheimfavorit" für die kommende Saison sieht Teamchefin Monisha Kaltenborn Sauber trotzdem nicht. (SERVICE: Die Resultate aus Jerez)

"Man sollte mit solchen Äußerungen vorsichtig sein. Plötzlich ist man nicht mehr der Geheimfavorit, sondern einfach irgendeine Enttäuschung", sagte sie "Sky".

Hülkenberg nicht überrascht

Für Hülkenberg ist die Vorstellung in Jerez keine Überraschung.

"Ich bin nicht hierhin gekommen mit der Erwartung, dass wir alle fünf Runden stehen", sagte "Hülk", der sicher ist:

"Das Auto funktioniert so, wie es die Techniker und Aerodynamiker geplant haben."

Starke Zeit ohne Perfektion

Dass er am Ende der Mittwoch-Testsession seinen Wagen zwischen den Kurven 8 und 9 abstellen musste, hatte einen ganz pragmatischen Hintergrund:

Er hatte den Wagen bis auf den letzten Tropfen leer gefahren - mit Absicht.

Zuvor hatte Hülkenberg in 1:19,502 die fünftschnellste Zeit des Tages auf die Anzeigetafel gezaubert. Obwohl die Runde nicht perfekt war.

Aber das wäre des Guten vielleicht auch zu viel gewesen.

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