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Sebastian Vettel wurde 2010, 2011 und 2012 Formel-1-Weltmeister © getty

Der Weltmeister ist nach dem ersten Test in Jerez mit Abbeys Nachfolgerin zufrieden. Trotzdem gibt es noch einiges zu tun.

Jerez - Sebastian Vettel drückt wieder die Schulbank.

Genau genommen kauert er wenige Zentimeter über dem Asphalt in einem Geschoss namens RB9 und lernt. Sekunde um Sekunde, Minute um Minute, Runde um Runde.

Er lernt seinen neuen Partner kennen, den noch namenlosen "Bullen", den sein Team um Chefdesigner Adrian Newey über den Winter entwickelt hat.

Und Sebastian Vettel lernt fleißig. Schließlich will der Heppenheimer zum vierten Mal in Folge Weltmeister werden.

"Ich hatte trotzdem Spaß"

"Wir müssen hier unsere Hausaufgaben machen. Es ist vielleicht nicht der spannendste Teil der Saison, aber ich hatte trotzdem Spaß. Es ist also nicht so langweilig", sagte Vettel nach seinem ersten Tag im neuen Boliden. (BERICHT: Vettel testet im Renn-Modus)

Wenn der Weltmeister kommt, verändert sich schlagartig der Pulsschlag im Fahrerlager. Wie ein Magnet ziehen die Red-Bull-Trucks die Massen an, jeder will einen kurzen Blick auf Vettel werfen, ein Wort erhaschen oder sogar ein Autogramm.

Sogar den Weg zum Mittagessen musste sich der 25-Jährige durch die Fans bahnen. ( 671553 DIASHOW: Die Tests in Jerez )

Ruhe am ehesten im Auto

Seine Ruhe findet Vettel auch im spanischen Jerez wohl am ehesten im eigenen Auto.

Nachdem Teamkollege Mark Webber zwei Tage lang fleißig seine Runden gedreht hatte, stieg Vettel mit dem Wissen ein, vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.

"Das Auto läuft, ist zuverlässig, keine gröberen Probleme", kommentierte Vettel dann auch seine 102 Runden auf dem Circuito de Jerez: "Was den Speed angeht, scheint es in Ordnung zu sein, es ist ein Schritt nach vorne im Vergleich zum letzten Jahr."

Zudem scheint der RB9 "ein bisschen mehr Grip in schnellen Kurven" zu haben. (SERVICE: Die Resultate aus Jerez)

Kein Urteil nach einem Tag

Viel mehr wollte der Weltmeister dann aber auch nicht preisgeben.

"Ich bin kein Fan davon, nach einem Tag ein Urteil über das Auto abzugeben", sagte Vettel:

"Uns war es wichtig, viele Runden zu fahren, und für mich war es wichtig, einigermaßen den Rhythmus zu finden. Das hat Gott sei Dank ohne größere Komplikationen geklappt."

"Zielsetzung ist ganz klar"

Es war nur der Start in die Mission vierter Titelgewinn.

Für Vettel ist deshalb klar: "Die Zielsetzung ist ganz klar. Unsere beiden Titel zu verteidigen. Aber da sind wir im Moment noch weit weg davon, wir haben gerade erst angefangen."

Blieben noch die Fragen nach dem Namen des neuen "Bullen" und seiner eigenen Zukunft.

Auto noch nicht getauft

Letztere blockte Vettel wieder einmal ab: "Das ist wie bei einer Frau, die fragt man auch nicht nach dem Alter. Über Verträge redet man nicht."

Was die Namensfindung angeht - um die geht es wie üblich während eines Abendessens in der Woche vor dem Saisonauftakt am 17. März in Melbourne.

"Wir suchen unter den zahlreichen Vorschlägen den besten aus", sagt Vettel und freut sich schon auf die gewagtesten Kreationen.

Gesucht wird die Nachfolgerin von "Luscious Liz", "Kinky Kylie" und "Abbey" - immerhin allesamt Weltmeisterinnen.

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