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Nico Hülkenberg und Force India testen in Köln
Insgesamt acht Rennen in Folge landete Hülkenberg in den Top Ten © getty

Nico Hülkenberg erlebt die erfolgreichste Phase seiner Karriere. Dennoch fordert er Verbesserungen, um sein Ziel zu erreichen.

Von Tobias Wiltschek

München - Noch vor ein paar Monaten war gar nicht klar, ob er in dieser Saison überhaupt ein Cockpit in der Formel 1 abbekommt.

Nachdem er sich wegen stockender Gehaltszahlungen von Sauber verabschiedet hatte und die Verhandlungen mit Ferrari und Lotus gescheitert waren, stand Nico Hülkenberg Ende letzten Jahres vor dem Aus in der Königsklasse.

Dann aber meldete sich sein Ex-Team Force India und ermögliche ihm nicht nur die Fortsetzung der Fornel-1-Karrriee. Seitdem er wieder für den Rennstall von Vijay Mallya fährt, erlebt er einen noch nie da gewesenen Höhenflug (SHOP: Jetzt Motorsport-Artikel kaufen).

"Der beste Lauf"

"Das ist der beste Lauf, den ich in der Formel 1 hatte, und ich genieße das Rennfahren im Moment sehr", wird der Rheinländer vor dem Großen Preis von Kanada am kommenden Wochenende von "Motorsport-Total.com" zitiert.

Auch auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal will er seinem Ruf als fleißiger Punktesammler gerecht werden (DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).

Bislang fuhr er bei allen sechs Rennen in dieser Saison in die Top Ten und ergatterte schon 47 Zähler. Damit ist er als Fünfter hinter WM-Spitzenreiter Nico Rosberg der zweitbeste Deutsche und liegt sogar noch vor dem aktuellen Weltmeister Sebastian Vettel.

"Ich habe schon einmal gesagt, dass die Beständigkeit zu unseren großen Stärken zählt. Das haben wir mit dem fünften Platz in Monaco erneut bewiesen", verweist der 26-Jährige auf sein starkes Rennen vor gut einer Woche im Fürstentum.

Lob vom Teamchef

"Nico ist wieder außergewöhnlich gut gefahren", lobt Teamchef Mallya den deutschen Rückkehrer. "Wir konnten die Reifen am Leben erhalten und unsere Position bis zum Ende verteidigen. 50 Runden haben wir auf den superweichen Reifen geschafft. Das ist unglaublich."

Dass der VJM07 offensichtlich die weichen Pneus weniger strapaziert als andere Autos im Feld, sorgt bei Force India auch für das Rennen in Kanada für Optimismus.

"Theoretisch müsste uns die Strecke entgegenkommen. Es ist gut, dass wir wieder die weichen und superweichen Reifen zur Verfügung haben, denn die scheinen unserem Auto zu liegen", hofft "Hülk".

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Auch die Mischung aus schwierigen Kurvenkombinationen und langen Geraden dürfte für die Force-India-Fahrzeuge von Vorteil sein. "Diese Möglichkeit müssen wir nutzen", fordert Hülkenbergs Teamkollege Sergio Perez.

Der Mexikaner liegt zwar in der Gesamtwertung hinter dem Deutschen, fuhr mit Platz drei in Bahrain aber den Podestplatz ein, auf den Hülkenberg immer noch wartet.

Hülkenberg am Wochenende bei den French Open

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34 Mal fuhr der Emmericher in seiner Karriere schon unter die Top Ten, für die ersten Drei reichte es noch nie.

Damit er auch dieses Ziel endlich erreicht, macht er seinem Team trotz der konstant guten Leistungen Druck. "Wir brauchen mehr Grip auf der Hinterachse. Das ist vom ersten Tag an unsere Schwäche", erklärt er bei "Autosport".

Noch nicht schnell genug

Von der Geschwindigkeit her habe man noch nicht die Fähigkeit, aufs Podium fahren zu können, klagt Hülkenberg: "Wir müssen uns weiterentwickeln und noch besser werden. Noch sind wir nicht schnell genug."

Das Team habe aber noch ein paar neue Teile in der Pipeline, kündigt der 26-Jährige an.

Wenn das Upgrade die erhoffte Verbesserung bringt, sollte Hülkenberg auf das ersehnte erste Podium nicht mehr lange warten müssen.

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