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Freundliche Rivalen: Sebastian Vettel (l.) und Jenson Button in Melbourne © imago

Der WM-Führende räumt ein, dass sein Brawn dem Red-Bull-Boliden nicht mehr gewachsen ist. Nun beginnt das Wettrüsten der Teams.

Von Marc Ellerich

München - Auf dem Papier liegen die beiden Rivalen um 13 Punkte auseinander.

Doch in der Realität ist Sebastian Vettel, derzeit Dritter der Fahrer-WM, am WM-Führenden Jenson Button vorbeigezogen.

Davon geht jedenfalls der Brawn-GP-Pilot trotz seines dritten Saisonsiegs beim Grand Prix in Bahrain aus (DATENCENTER: Ergebnis und WM-Stand).

"Red Bull hat uns überholt"

"Ich denke, Red Bull hat uns überholt", sagte der Brite nach dem vierten Rennen des Jahres in der Wüste von Bahrain.

Auch Christian Horner, Teamchef des zweitplatzierten Vettel (Ecclestone will Vettel zu Ferrari lotsen), sah seinen Red-Bull-Rennstall im Vorteil gegenüber dem WM-Konkurrenten Brawn.

"Wir hatten das schnellere Auto, steckten aber im ersten Teil hinter Lewis Hamilton fest", behauptete Horner. Ohne die Verzögerung hätte Red Bull gewinnen können, glaubt er.

Frische Teile in Barcelona

"Die Teile an unserem Auto sind mittlerweile ziemlich alt", stellte Button nach seinem Sieg fest. Seine Hoffnungen setzt der Brite nun auf frische Teile, die dem Boliden vor dem Europastart der Formel 1 in Barcelona verabreicht werden.

"Das Auto bekommt ein neues Aerodynamik-Paket, dann machen wir hoffentlich einen weiteren Schritt nach vorne."

Frisches Blut soll es allerdings auch für Vettel und viele andere Konkurrenten geben.

Die letzte Hoffnung

Die meisten Teams rüsten ihre Rennwagen vor dem Spanien-Grand-Prix auf, für einige, so zum Beispiel Ferrari und das desaströse BMW-Sauber-Team ist das Technik-Update bereits die letzte Hoffnung.

Vettel allerdings muss sich noch die beiden kommenden Rennen gedulden, bis er die womöglich WM-entscheidende Karte in die Hand bekommt: den berühmt-berüchtigten Doppel-Diffusor (Sondertraining für den Titel).

Was der bestenfalls anzurichten vermag, wenn er richtig eingesetzt wird, hat Brawn GP in den ersten vier Rennen eindrucksvoll bewiesen.

"Wir kommen näher"

Die Aufrüstung im obersten PS-Zirkel, sie kommt also erst noch voll in Gang. Doch bereits jetzt hat der junge Deutsche für seine Gegner eine unerfreuliche Botschaft parat.

Nach seinem zweiten Podestplatz innerhalb von nur sieben Tagen, kündigte der Red-Bull-Youngster an: "Wir kommen diesen Jungs näher, in nicht allzu langer Zeit werden wir sehr, sehr nah dran sein."

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