Die britische Rennfahrer-Legende Sir Stirling Moss hält Michael Schumachers Rückkehr in die Formel 1 für einen Fehler.

In Interviews betonte der 79 Jahre alte Brite, der in seiner Karriere vier Mal Vize-Weltmeister geworden war, er könne das Comeback des deutschen Mercedes-Stars nicht nachvollziehen.

"Ich verstehe es wirklich nicht", sagte Moss der englischen Zeitung "Metro": "Alles, was er tun wird, ist all das kaputtzumachen, was er bisher erreicht hat. Die Leute werden sagen, dass er den Zenit überschritten hat - und das hat er wahrscheinlich auch."

Schumacher hat nach den ersten vier Rennen zehn Punkte auf dem WM-Konto und ist Neunter.

Dennoch will Moss das Argument vieler Experten, der Deutsche benötige nach seiner dreijährigen Pause einfach Zeit, um sich an die neuen Bedingungen der Formel 1 zu gewöhnen, nicht gelten lassen.

Offenbar hält er den siebenmaligen Weltmeister trotz dessen langer Erfolgsliste für überschätzt. "Meiner Meinung nach sind seine sieben Weltmeister-Titel irreführend", ließ Moss in seiner Kolumne auf "ESPN-F1" veröffentlichen. Schumacher habe während seiner ersten Karriere nie "einen wirklich konkurrenzfähigen Kollegen" gehabt.

"Den Beweis dafür sehen wir jetzt, wo er mit Nico Rosberg zu tun hat." Rosberg habe Schumacher bei allen Bedingungen hinter sich gelassen und gezeigt, dass er die Nummer eins bei Mercedes ist.

Und offenbar hegt Moss auch Zweifel, dass der 41-Jährige noch mit vollem Ernst bei der Sache ist. Man könne die Formel 1 nicht nur mit Spaß bestreiten. Schumacher fehle der spezielle Antrieb, glaubt der Engländer.

"Um zu siegen, muss man daran glauben, dass man auf keinen Fall von jemand anderem geschlagen werden kann", schrieb Moss: "Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass er noch so denkt. Es sieht er danach aus, als wäre dieses Jahr nur ein Teil seiner Rente und nicht die Verlängerung seiner Karriere."

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