Zwischen den beiden Red-Bull-Teamkollegen Sebastian Vettel und Mark Webber herrscht "immer eine gewisse Distanz".

So jedenfalls beschrieb Vettel im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" die Situation.

"Wir arbeiten zusammen, wo wir zusammenarbeiten müssen, um das Team voranzubringen und das Auto weiterzuentwickeln", sagte der 23-jährige Heppenheimer: "Ansonsten ist jeder auf sich fixiert und sucht seinen eigenen Vorteil."

Die Kritik seines australischen Teamkollegen am Führungsstil bei Red Bull hält Vettel für unangebracht. "Vorrangig geht es um das Team. Ein Rennfahrer sieht die Dinge meist sehr eigensinnig", sagte der Deutsche.

Er widerspricht außerdem Webbers Behauptung, bei Red Bull habe man sich bereits zu Saisonmitte auf eine Rangfolge zwischen den beiden Fahrern zugunsten Vettels festgelegt:

"In der Hackordnung steht am Ende derjenige oben, der schneller ist."

Seine ganz persönliche Zielsetzung hat Vettel klar definiert: "Mein Ziel ist es, Weltmeister zu werden", sagte er dem "Spiegel": "Nur mitzufahren, daran hätte ich keine Freude. Ich brauche diese Selbstbestätigung, besser zu sein als alle anderen."

Das war einst auch Vettels Vorbild Michael Schumacher, an den der 18 Jahre jüngere Heppenheimer trotz der bislang eher mäßigen Saisonergebnisse im Mercedes nach wie vor glaubt.

"Es ist alles andere als einfach, nach dreijähriger Pause zurückzukehren, selbst wenn man, wie er, nie ganz verschwunden war aus der Formel 1", sagte Vettel: "Die Autos haben sich verändert, die Reifen auch. Viele Dinge sind nicht mehr so, wie er sie gewohnt war."

Vettel ist dennoch davon überzeugt, dass Schumacher die Schwierigkeiten in den Griff bekommt: "Wenn jemand das schafft, dann er. Wenn ich ihm ins Gesicht schaue und seine Körpersprache lese, dann sehe ich keine Verunsicherung oder gar Panik."

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