Im Kampf um den Weltmeistertitel in der Formel 1 kann Spitzenreiter Fernando Alonso auf Schützenhilfe aus dem eigenen Rennstall bauen.

Sein Ferrari-Kollege Felipe Massa signalisierte im Vorfeld des WM-Rennens in Sao Paulo (Sonntag, 17.00 Uhr MEZ), dem Spanier je nach Rennverlauf wie beim Großen Preis von Deutschland Platz zu machen - diesmal aus eigenem Antrieb.

"Wenn es von mir abhängt, mache ich es mit Sicherheit. Ich bin Profi und habe das schon 2007 einmal gemacht", erklärte der Brasilianer. Vor drei Jahren war der Finne Kimi Räikkönen bei seinem Titelgewinn im damaligen Saisonfinale in Sao Paulo Nutznießer von Massas "Verzögerungstaktik" vor einem Tankstopp.

Vor drei Monaten in Hockenheim hatte Massa Alonso schon einmal passieren lassen - damals allerdings nach eindeutigen Funksprüchen auf Anweisung des Teams. Weil Teamorder in der Formel 1 jedoch verboten ist, wurde Ferrari dafür zu einer Geldstrafe von 100.000 Dollar verurteilt.

Alonso durfte allerdings die sieben zusätzlichen Punkte für den ersten anstelle des zweiten Platzes behalten und führt vor dem vorletzten Saisonrennen in der Gesamtwertung mit 231 Punkten und 11 Zählern Vorsprung vor Red-Bull-Pilot Mark Webber (220). McLaren-Pilot Lewis Hamilton (210) und Webbers Teamkollege Sebastian Vettel (206) folgen auf den Plätzen drei und vier.

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