Der am Sonntag schwer verunglückte Robert Kubica wird am Donnerstag zum zweiten Mal operiert.

Bei dem Eingriff sollen die Brüche an seiner rechten Schulter und am rechten Fuß gerichtet werden. Drei oder vier Tage später muss der Pole erneut auf den OP-Tisch, dann ist die Korrektur des ebenfalls gebrochenen rechten Ellbogens vorgesehen.

"Roberts genereller Zustand hat sich weiter verbessert", ließ Kubicas Arbeitgeber Renault am Dienstag wissen.

Der Heilungsprozess der Wunden an seinem rechten Unterarm verlaufe absolut zufriedenstellend, der 26-Jährige reagiere auf alle äußeren Reize. Zwar schlafe er wegen der vielen Medikamente die meiste Zeit des Tages, sei aber zuversichtlich und bereit, für sein Comeback zu kämpfen.

Kubica soll noch zwei bis drei Wochen im Santa Corona Krankenhaus von Savona/Italien bleiben. Wo dann die Behandlung fortgesetzt wird, steht derzeit noch nicht fest.

Kubica war am Sonntag als Gaststarter bei einer Rallye in Italien mit seinem Skoda Fabia schwer verunglückt.

Auf der feuchten Piste hatte er die Kontrolle über das Auto verloren, war in die Leitplanken und anschließend gegen eine Kirchenmauer geprallt. Ein Teil einer Leitplanke hatte sich bei dem Crash durch die Front des Fahrzeugs gebohrt und Kubica die schweren Verletzungen zugefügt.

Sein Beifahrer Jakub Berger hatte den Unfall unverletzt überstanden und verließ das völlig zerstörte Fahrzeug aus eigener Kraft. Kubica dagegen konnte erst nach über einer Stunde von den Rettungskräften aus dem Wrack geborgen werden.

Gerber bemängelte, dass die Aktion länger gedauert habe, als es hätte sein dürfen: "Der Krankenwagen kam sofort, dann die Feuerwehr. Die erste Crew hatte keine Schere, also mussten sie auf Verstärkung warten." Dazu konnte der Hubschrauber laut Gerber nicht in der Gegend landen, weshalb Kubica transportiert werden musste.

Nach Gerbers Vorwürfen ermittelt nun die italienische Justiz. Der Staatsanwalt der ligurischen Stadt Savona ordnete zunächst die Beschlagnahmung des Skoda Fabia an.

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