Weltmeister Sebastian Vettel hat vor zu vielen künstlichen Eingriffen zur Verbesserung der Show in der Formel 1 gewarnt.

"Ich sehe eine Gefahr vor allem darin, dass die kleine Raupe Nimmersatt vor dem Fernseher sitzt und sich immer mehr Unterhaltung wünscht", sagte Vettel in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel": "Deswegen geht die Formel 1 immer radikalere Wege. Es wird immer mehr investiert, damit die Show besser und besser wird. Ich frage mich, ob das notwendig ist."

Vettel sieht die Rückkehr des Energierückgewinnungssystems KERS und die Einführung eines unter bestimmten Bedingungen zum Erleichtern des Überholens verstellbaren Heckflügels, die beide vom Fahrer aus dem Cockpit bedient werden, kritisch.

"Im Moment, bei den Testfahrten vor dem Saisonauftakt, läuft für uns die Experimentierphase. Ob im Reglement in den verbleibenden vier Wochen alles so bleibt wie jetzt beschlossen, da bin ich mir nicht sicher", meinte der 23-Jährige.

Sollte dadurch die Gefahr von Unfällen steigen, würden die Fahrer reagieren, kündigte Vettel an. "Sobald ein kritischer Punkt erreicht wäre, würden wir uns zusammensetzen und beratschlagen. Es geht um unsere Sicherheit", meinte der Red-Bull-Pilot, der nach seinem Feiermarathon nach dem WM-Titel jetzt wieder im normalen Rhythmus ist.

"Es war positiver Stress. Wenn einem Tausende Leute zujubeln, verleiht einem das Kraft", sagte Vettel: "Und ich hatte ja den Vergleich mit dem Vorjahr. 2009 war ich Zweiter in der Weltmeisterschaft geworden - zehnmal lieber das volle Programm!"

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