Der Titelgewinn von Teamkollege Sebastian Vettel war für den australischen Piloten Mark Webber ein schwerer Schlag. "Abu Dhabi war ein Worst-Case-Szenario für Mark", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner dem Fachmagazin "Autosport": "Er hatte so viel in diese Saison investiert. Dann ausgerechnet den Teamkollegen gewinnen zu sehen, muss schwer zu ertragen sein."

Das Team habe deshalb beim Saisonfinale "gemischte Gefühle" gehabt: "Einerseits der Jubel mit Seb, aber im anderen Raum Mark, dessen großer Traum geplatzt war, nachdem es den ganzen Sommer nach ihm ausgesehen hatte."

Horner rechnet dennoch mit einem starken Comeback des 34-Jährigen. "Ich glaube, er wird sich wieder aufrappeln - ich glaube, er hat das sogar schon getan", sagte der Brite: "Klar war er in Abu Dhabi am Boden zerstört, aber schon beim Rückflug konnte ich erkennen, wie er auf die Anerkennung der Menschen reagierte."

Webber habe sich gut auf 2011 vorbereitet. "Er hatte einen großartigen Winter, ist noch leichter und fitter, und ich glaube, dass er jetzt weiß, dass es trotz der Enttäuschung eine fantastische Saison 2010 für ihn war", sagte Horner: "Wenn man sich seine Vorstellungen in Monaco oder Barcelona anschaut, dann war er dort einfach perfekt, ziemlich unschlagbar. Er muss nur 20 solcher Rennen hintereinander hinbekommen. Das ist sein Ziel, da bin ich mir sicher."

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