Weltmeister Sebastian Vettel hat erstmals ausführlich über seine Gefühle nach dem schweren Unfall des Kollegen Robert Kubica gesprochen und sich tief bewegt gezeigt.

"Das bleibt irgendwie erst einmal alles stehen", sagte Vettel im Formel-1-Sonderheft des "kicker": "Und im ersten Moment ist es auch völlig wurscht, ob er vielleicht noch einmal Formel-1-Rennen fährt. Da geht es primär um ganz anderes: Er hatte Glück, glaube ich, dass er am Leben geblieben ist, und das ist jetzt nicht weit hergeholt."

Der Zwischenfall - der Pole war am 6. Februar bei einem Rallye-Gaststart in Italien schwer verunglückt und wurde bereits dreimal operiert - hat auch den erst 23-Jährigen Vettel nachdenklich gemacht.

"Da stellt man sich dann vor: Irgendwann zwischen 35 und 45 wird die aktive Karriere zu Ende sein. Da gibt es dann aber noch eine Zeit danach", meinte er:

"Wenn man solche Dinge dagegensetzt, dann sind die Sorgen, die einen aktuell beschäftigen - warum das Auto nicht richtig geht, warum die Reifen abbauen - im Vergleich nur noch sehr, sehr klein. Man hat seinen Alltagsstress, steckt mitten in der Arbeit und hat den Kopf voll. Aber für das Leben an sich ist das komplett irrelevant, weil sich die Welt auch so weiterdreht."

Es fahre, so Vettel, "auch in der Formel 1 immer ein gewisses Risiko mit. Und dann gehen die Gedanken zurück zu Robert, und man wünscht sich einfach nur, dass er - von der Formel 1 jetzt mal abgesehen - wieder all das machen kann, was er auch vorher konnte."

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