Nick Heidfeld fühlt sich bei Renault angekommen und sieht sich nicht mehr als Lückenbüßer. "Klar sitze ich nur in dem Auto, weil Robert einen Unfall hatte. Ich spüre jetzt aber auch eine Wertschätzung. Man gibt mir das Gefühl, der Wunschpilot zu sein", sagte der Mönchengladbacher dem Motorsport-Fachblatt "auto motor und sport".

Heidfeld war als Ersatz für den bei einer Rallye schwer verunglückten Polen Robert Kubica zum französischen Rennstall gekommen. Heidfeld stellte klar, dass er sich nicht aktiv um einen Platz bei Renault bemüht habe.

"Vielleicht hätte ich es später irgendwann getan, aber kurz nach dem Unfall war es nicht angebracht. Und ich sagte mir: Wenn sie wirklich Interesse haben, dann melden sie sich von selbst", so der 33-Jährige, für den Renault die Chance ist, "mich so ins Schaufenster zu stellen, dass ich meine Karriere um ein paar Jahre verlängern kann."

In der WM-Saison 2010 als Nummer-3-Fahrer bei Mercedes hat Nick Heidfeld stark gelitten.

"Das kann nur einer nachvollziehen, dem man den Job und sein Hobby weggenommen hat", sagte Heidfeld, "du fliegst zu den Rennen und fragst dich: Was machst du da? Zum Fahren kommst du nur im Simulator."

Trösten musste sich Heidfeld damit, dass er sich wenigstens mit den Mechanikern austauschen konnte. Für ihn war es ein Ersatz, "wenn ich im Gespräch mit den Technikern meinen Senf dazugeben konnte und so das Gefühl bekam, wenigstens ein bisschen nützlich zu sein".

Vor der Möglichkeit, im Renault-Cockpit zu sitzen, war Nick Heidfeld soweit, in der DTM zu fahren. "Ich wollte nicht noch einmal eine Saison rumhängen."

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