Deutschlands Rallye-Ikone Walter Röhrl hat Mitleid mit Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher.

"Ich hätte das nie im Leben gemacht", sagte der zweimalige Rallye-Weltmeister in einem Interview mit "news.de" über Schumachers Rückkehr in die Königsklasse: "Wenn mir die Konkurrenz plötzlich um die Ohren gefahren wäre, dann hätte ich vergessen, dass ich einmal gut Auto gefahren bin. Ich wäre an dieser Situation zerbrochen."

Begeistert ist Röhrl von Jungspund Sebastian Vettel. Dessen Auftreten erinnert ihn ein bisschen an sich selbst.

"Ich war immer einer, der mit beiden Beinen auf dem Boden stand und eher im Hintergrund geblieben ist. Das ist bei Sportlern heute fast gar nicht mehr der Fall - nicht nur im Motorsport. Kaum können sie geradeaus laufen, meinen viele, sie wären die großen Stars. Sebastian ist aber auf dem Teppich geblieben und das macht ihn auch für die Leute interessant", erklärte der Regensburger:

"Michael Schumacher hat immer eher arrogant gewirkt, vielleicht auch als Selbstschutz. Das ist bei Sebastian gar nicht der Fall. Selbst in Melbourne hat er die Leute sofort für sich gewonnen, obwohl er den Australiern wegen der Rivalität mit Mark Webber eigentlich ein Dorn im Auge ist."

Spaß hat Röhrl auch am Auftritt von Mercedes-Pilot Nico Rosberg, den er einmal als "Prachtbursche" bezeichnete. "Wenn er nicht bei Michael Schumacher im Team wäre, wäre mir das vielleicht nicht so stark aufgefallen. Aber einen Schumacher fast in jedem Training in die Schranken zu weisen, das kennzeichnet die Qualität, die er hat", sagte er.

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