Gleich mehrere Fahrer haben beim Großen Preis von Barcelona die neuen harten Pneus von Reifenhersteller Pirelli kritisiert.

"Sie sind sehr hart und es dauert eine Weile, bis sie auf Temperatur sind. Ich glaube, dass sie länger halten als die weichen. Sie sind aber auch langsamer. Das ist kein großes Geheimnis", drückte sich Weltmeister Sebastian Vettel noch relativ diplomatisch aus.

McLaren-Star Lewis Hamilton redete dagegen Klartext.

"Die super-harten Reifen sind eine Katastrophe, es hat keinen Spaß gemacht auf ihnen zu fahren", sagte der Weltmeister von 2008 bei "Autosport": Auf den Reifen ist man zwei Sekunden langsamer unterwegs, außerdem halten sie nicht lange."

Hauptkritikpunkt an der neuen Bereifung ist die lange Aufwärmphase. Bis die Pneus die richtige Temperatur erreicht haben, rutschen die Fahrer über die Strecke.

"Es war für alle Teams schwierig, mit den Reifen zu arbeiten", bilanzierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Wegen des extremen Performance-Unterschieds zwischen harten und weichen Reifen geht Ferrari-Pilot Fernando Alonso im Rennen von "einer hohen Anzahl an Boxenstopps" aus.

Die Erklärung liefert Sauber-Fahrer Sergio Perez: "Weil die harten im Vergleich zu den weichen Reifen ziemlich langsam sind, wird man natürlich so viele Runden wie möglich mit den weichen Reifen fahren wollen."

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