Ein persönlicher Brief an die FIA hat Lewis Hamilton nach dessen umstrittenen Aussagen im Anschluss an den Großen Preis von Monaco anscheinend vor einer Rennsperre bewahrt.

Das bestätigte FIA-Präsident Jean Todt am Donnerstag der "Times". "Er hat mir einen Brief geschrieben, und es war eine Sache zwischen ihm und der FIA. Vielleicht wäre es die bessere Entscheidung gewesen, ihn vor Gericht zu schicken und ihn beispielsweise für sechs Rennen zu sperren", sagte Todt: "Aber für mich ist die Sache nun vorbei."

Der 26-jährige Hamilton war beim Großen Preis von Monaco Ende Mai gleich mehrfach negativ aufgefallen. Zunächst provozierte der McLaren-Pilot im Rennen Kollisionen mit Felipe Massa (Ferrari) und Pastor Maldonado (Williams), für die Hamilton von der Rennleitung bestraft wurde.

Nach dem Rennen sorgte der Brite für einen Eklat, als er in einem "BBC"-Interview zunächst die beiden an den Unfällen beteiligten Piloten als "lächerlich" bezeichnete und dann die Bestrafungen mit seiner Hautfarbe ("Vielleicht weil ich schwarz bin") begründete.

Hamilton hatte sich nach heftiger Kritik an seinen Aussagen bei Massa und Maldonado entschuldigt und noch am Abend nach dem Rennen bei den Rennkommissaren um Verzeihung gebeten. Eine Sperre hätte seine Chancen in der WM wohl zunichte gemacht.

Für Todt waren diese Aktionen des Weltmeisters von 2008 ausschlaggebend dafür, über eine Strafe hinwegzusehen:

"Wir hätten auch das Gericht einschalten können, aber er hat sich entschuldigt. Somit haben wir den Fall nicht weitergeleitet."

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