Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat McLaren-Pilot Lewis Hamilton trotz dessen zuletzt arg kritisierter Fahrweise in Schutz genommen.

"Die Zuschauer wollen doch ein echtes Rennen sehen. Also lass ihn fahren", sagte der 80-Jährige der Zeitung "Independant" und verglich Hamilton sogar mit dem legendären Ayrton Senna: "Ich war ein guter Freund von ihm. Er war ebenfalls ein richtiger Racer."

Hamilton hatte am vergangenen Wochenende beim Großen Preis von Kanada für Aufsehen gesorgt, als er mit seinem Teamkollegen Jenson Button kollidierte. Schon zwei Wochen zuvor war der Weltmeister von 2008 auf der Strecke in Monaco mit Felipe Massa (Ferrari) und Pastor Maldonado (Williams) aneinandergeraten.

Nach den Zwischenfällen hatten ehemalige Formel-1-Piloten Hamilton scharf kritisiert. "Was Lewis im Moment auf der Rennstrecke veranstaltet, darf sich jemand mit seinem Talent und seinen Erfolgen nicht erlauben", sagte der viermalige Vizeweltmeister Stirling Moss.

Der dreimalige Champion Niki Lauda ging sogar noch weiter: "Ich bin eigentlich Hamilton-Fan, aber was er da aufführt, geht über alle Grenzen hinaus. Der ist komplett wahnsinnig. Wenn die FIA ihn jetzt nicht bestraft, verstehe ich die Welt nicht mehr. Irgendwo hört der Spaß auf. So kann man nicht fahren, da kann es Tote geben."

Ecclestone sieht das Ganze nüchterner. "Vielleicht hat Lewis ein oder zwei fragwürdige Manöver gemacht. Aber das haben viele andere auch", sagte der Boss der Königsklasse.

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