Witali Petrow steht möglicherweise vor dem Abschied von Renault.

Der Russe äußerte sich nach einer enttäuschenden Saison im nationalen Fernsehen - trotz einer Vertragsklausel, die ihm dies verbietet - negativ über sein Team.

"Unglücklicherweise kann ich nichts schlechtes über das Team sagen, das steht so in meinem Vertrag", betonte Petrow zwar. Dennoch, so der 27-Jährige weiter, sei schon viel in den Medien geschrieben worden.

"Die Leute sagen, das Team hat die Fahrer kritisiert. Ich dagegen habe das Team bisher nicht kritisiert, obwohl wir so oft verloren haben", sagte Petrow: "Aber ich kann nicht mehr schweigen, es ist vorbei. Ich kann nicht mehr alles für mich behalten."

Petrow weiter: "Wir haben in mindestens zehn Rennen Plätze verloren. Sogar ohne ein schnelles Auto hätten wir Punkte holen können, wenn wir eine gute Strategie gehabt hätten."

Der als großes Talent geltende Renault-Pilot bemängelt vor allen Dingen die fehlende Entwicklung während der abgelaufenen Saison. "Am Anfang des Jahres sahen wir wirklich stark aus. Wir waren nah dran an Ferrari und viel schneller als Mercedes", blickt Petrow zurück: "Die letzten zehn Rennen hatten wir gar nichts. Wir hatten das gleiche Auto wie zu Beginn."

Petrows öffentliche Kritik wirft Fragen über die Zukunft des Fahrers auf. Der Russe hat zwar noch einen Vertrag bis Ende 2012, diesen könnte Renault aber nun ohne Weiteres kündigen.

Dessen ist sich Petrow auch bewusst: "Sogar Weltmeister Kimi Räikkönen musste die Formel 1 für eine bestimmte Summe verlassen. Es ist schwer, etwas in dieser Welt auszurichten, wenn dich jemand loswerden will."

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