Trotz der Verurteilung von Adrian Sutil zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe glaubt sein Manager an dessen Zukunft in der Formel 1.

"Wir wollen für einen Verbleib in der Formel 1 kämpfen. Wir hoffen immer noch darauf, einen Platz für 2012 zu bekommen - und wenn es im Laufe der Saison ist", sagte Manfred Zimmermann der "Sport Bild".

Zumal auch die Reaktionen aus der Formel-1-Szene und Sutils Werbepartnern nach der Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung überwiegend positiv gewesen seien, so Zimmermann weiter: "Es gab aus allen Bereichen Aufmunterung und Unterstützung."

Sutil steht nach dem Abschied von Force India ohne Vertrag für ein Cockpit in der kommenden Saison da. Dabei habe es nach dem Rennen im vergangenen November in Abu Dhabi laut Zimmermann noch vier Optionen gegeben.

"Am Ende sind uns alle vier wie Seife durch die Finger gerutscht. Leider wird das Geld in der Formel 1 immer wichtiger. Es hat am Ende einfach nicht geklappt", so der Sutil-Manager.

Dass dies auch mit dem Prozess zusammenhängen könnte, wollte Zimmermann nicht ausschließen: "Inwieweit der Prozess dabei eine Rolle spielte, kann ich nicht wirklich beurteilen."

Sollte es nicht mit der Rückkehr in die Königsklasse klappen, haben Sutil und sein Manager noch weitere Optionen. "Es hat in den letzten Tagen Anfragen aus verschiedenen Serien wie IndyCar oder Tourenwagen gegeben. Adrian ist in Amerika ein sehr hoch eingeschätzter Rennfahrer", sagte Zimmermann.

Der 29 Jahre alte Sutil war Ende Januar verurteilt worden, weil er im April 2011 in einer Diskothek in Shanghai den luxemburgischen Geschäftsmann Eric Lux, Teilhaber des damaligen Renault- und heutigen Lotus-Teams, mit einem Glas am Hals verletzt hatte.

Sowohl Sutils Anwälte als auch die Staatsanwaltschaft München haben gegen das Urteil, das neben der Bewährungs- auch eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro beinhaltet, Berufung eingelegt. "Es wurden zu viele Fakten und Beweismittel nicht objektiv bewertet", erklärte Zimmermann die Beweggründe des Sutil-Lagers.

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