Drei Monate nach ihrem fatalen Unfall hat sich die schwer verunglückten spanische Testpilotin Maria de Villota erstmals öffentlich geäußert.
"Ich weiß nicht, wie lange diese Schmerzen noch anhalten werden, vielleicht Jahre", sagte die Spanierin, die bei dem Unfall am 3. Juli ein Auge verloren hatte, dem spanischen Magazin "Hola":
"Aufgrund des spürbaren Drucks im Kopf muss ich mich zurückhalten. Zudem habe ich meinen Geruchs- und meinen Geschmackssinn verloren."
Das Ausmaß ihrer Verletzungen sei ihr zunächst nicht bewusst gewesen.
"Anfangs deckten sie mir mein Auge ab, sodass ich nichts sehen konnte. Als ich mich dann erstmals im Spiegel betrachtete, sah ich, dass ich 140 Stiche im Gesicht hatte und geriet in Panik", sagte die 32-Jährige:
"Es sah so aus, als seien es Schläge gewesen, die mit einem Schiffstau vorgenommen wurden. Ich werde mich weiteren Operationen unterziehen müssen, aber das Schlimmste ist überstanden."
Sie erinnere sich "an alles, selbst an den Moment des Aufpralls", sagte die Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota, die bei ihrer ersten Testfahrt für den Rennstall Marussia verunglückte:
"Der Unfall vermittelte mir eine neue Perspektive über das Leben. Jetzt, da ich nur noch ein Auge habe, nehme ich die Dinge bewusster wahr als vorher. Vor diesem Zwischenfall war mein Leben stets von großer Hektik geprägt. Inzwischen ist mir klar geworden, dass man von Zeit zu Zeit verweilen und die Dinge aus einem anderen Gesichtspunkt betrachten muss."
